Bauen Sie morgen mit den wiederverwendeten Teilen von gestern
Nach Angaben der National Environment Agency erzeugte Singapur im Jahr 2021 etwa 7 Millionen Tonnen Abfall. 55 % davon wurde zu neuen Produkten recycelt.
Um die weltweiten Emissionsziele zu erreichen, müssen wir mehr tun, um den Abfall zu reduzieren und den Recyclinganteil zu steigern.
Die Verwendung von recycelten und wiederverwendeten Waren erfreut sich in den letzten Jahren zunehmender Beliebtheit. Tatsächlich haben Wiederverkaufswebsites wie eBay, Vinted und Depop es einfacher und trendiger als je zuvor gemacht. Man kann jedoch nicht nur Mode, sondern auch Konsumgüter erfolgreich umfunktionieren.
Wiederverwendete Teile sind seit Jahren ein fester Bestandteil der Fertigungsbranche und bieten gegenüber Neuteilen viele Vorteile. Angesichts der jüngsten Weltereignisse sind diese Vorteile heute wichtiger denn je. Beispielsweise die derzeitige Schwierigkeit bei der Beschaffung von Rohstoffen und Automatisierungskomponenten.
Die Lieferkettenkrise, die die Fertigungsindustrie in den letzten Jahren getroffen hat, hatte tiefgreifende Auswirkungen auf OEMs. Da OEMs Schwierigkeiten haben, die benötigten Komponenten zu beschaffen, werden Verzögerungen zwangsläufig an Kunden weitergegeben. Daher kann es sein, dass sie monatelang auf ein einziges neues Teil für ihre Maschine warten müssen.
Der Kauf aufgearbeiteter Teile entschärft dieses Problem. Denn die Teile sind bereits gefertigt und müssen nur noch geliefert werden. Dadurch können Ausfallzeiten drastisch reduziert werden. Die rasche Lieferung ist jedoch nicht der einzige Vorteil beim Kauf aufgearbeiteter Produkte anstelle von Neuware.
Aufgearbeitete Komponenten nutzen, um Emissionen zu reduzieren
Die weltweiten Bemühungen für eine grüne Zukunft haben in den letzten Jahren ernsthaft Fahrt aufgenommen. Stakeholder auf allen Unternehmensebenen beginnen zu handeln, um sicherzustellen, dass die Emissionsziele erreicht werden. Das Greenhouse Gas (GHG) Protocol – der weltweit am weitesten verbreitete Standard für die Bilanzierung von Treibhausgasen – unterteilt Treibhausgasemissionen in drei Bereiche, „Scopes“.
Scope 1 umfasst Emissionen aus kontrollierten Quellen. Etwa das Verbrennen von Treibstoff in Maschinen und Firmenfahrzeugen. Während Scope 2 indirekte Emissionen aus eingekauftem Strom umfasst. Scope 3 umfasst alle anderen indirekten Emissionen, die entlang der gesamten Wertschöpfungskette eines Unternehmens anfallen.
Wenn es an der Zeit ist, eine Komponente in Ihrer Maschine oder Anlage auszutauschen, wirft Scope 3 eine Reihe von Fragen auf. Denn alle mit der Herstellung eines Bauteils verbundenen Emissionen müssen berücksichtigt werden. Dazu zählen Emissionen aus der Rohstoffgewinnung, der Verarbeitung und dem Transport, sowie alle damit verbundenen Abfälle.
Bei den Scope-3-Emissionen haben überholte Teile einen deutlichen Vorsprung. Sie erfordern nicht die gleichen Rohstoffe oder Verarbeitung wie ein neues Teil. Oder den gleichen Umfang damit verbundener Transporte. Ausnahme ist die Lieferung zwischen Lieferant und Hersteller, und so entstehen weitaus weniger Emissionen und Abfall.
Hersteller, die am Kauf eines aufgearbeiteten Artikels interessiert sind, haben die Möglichkeit, tiefer in Untiefen von Scope-3 einzutauchen. Daher werden alle Emissionen berücksichtigt, die das Unternehmen verursacht, welches das überholte Teil verkauft.
Nicht alle gebrauchten Teile sind gleich
Neue Komponenten gehören also der Vergangenheit an und wiederverwendete Autoteile sind die Lösung? Letzteres scheint die bessere Option zu sein, da es kostengünstiger und umweltfreundlicher ist. Darüber hinaus ist diese Option leichter zugänglich als brandneue Komponenten. Allerdings gibt es auch eigene Überlegungen.
Bevor wir fortfahren, müssen wir zwischen verschiedenen Arten von wiederverwendeten Teilen unterscheiden. Wiederverwendete Teile fallen im Allgemeinen in eine von drei Kategorien; gebraucht, generalüberholt/aufgearbeitet oder wiederaufbereitet.
Arten von wiederverwendeten Teilen
Für keine dieser Kategorien gibt es allgemein anerkannte Definitionen für die Wiederherstellungsprozesse.
1. Betrachten Sie jedoch gebrauchte Teile als Teile, die keiner Restaurierung oder Qualitätsprüfung unterzogen wurden.
2. Aufgearbeitete Teile wurden in der Regel nach einem internen Standard gereinigt und repariert.
3. Wiederaufbereitete Komponenten hingegen werden häufig auf den Standard des Originalgeräteherstellers (OEM) gebracht. Daher handelt es sich um wiederverwendete eile höchster Qualität.
Gebrauchte Teile, die nicht aufgearbeitet oder wiederaufbereitet wurden, sind manchmal genauso zuverlässig wie brandneue. Allerdings können sie auch veraltet und heruntergekommen sein. Bei diesen Teilen besteht das größte Risiko eines schnellen Ausfalls. Einige gebrauchte Teile kommen möglicherweise defekt an oder passen überhaupt nicht zu Ihrem System.
Aber auch Teile, die durch ihr Label als „aufgearbeitet“ gekennzeichnet sind, variieren hinsichtlich ihrer Qualität oft stark. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Teile aufzuarbeiten. Von einem einfachen Funktionstest bis hin zu einem vollständigen Audit mit anschließendem Austausch beschädigter oder verschlissener Komponenten.
Ohne einen zuverlässigen Partner, der ihnen hilft, müssen sich Hersteller alleine auf dem unübersichtlichen und manchmal undurchsichtigen Gebrauchtmarkt zurechtfinden. Sicherstellen, dass die von ihnen gekauften Komponenten ihre beabsichtigten Funktionen erfüllen. Wenn es nicht gelingt, hochwertige Teile zu beschaffen, kann dies katastrophale Auswirkungen nach sich ziehen und zu wiederholten Ausfällen und zur Beeinträchtigung der Sicherheit der Belegschaft führen.
Der beste Ansatz besteht darin, sich auf einen Lieferanten zu verlassen, der den genauen Aufarbeitungsprozess für die Komponente detailliert beschreiben kann.
1. Inwieweit wurde das Teil getestet?
2. Welche Zusicherungen können hinsichtlich der Qualität und Langlebigkeit gegeben werden?
3. Und welche Arten von Garantien kann der Lieferant bieten?
Nur so können Hersteller sicher sein, dass das Bauteil, das sie kaufen möchten, qualitativ hochwertig ist.
Die Lieferkettenkrise, die viele Hersteller dazu veranlasste, über generalüberholte Teile nachzudenken, wird voraussichtlich in ein paar Jahren enden. Viele gehen jedoch davon aus, dass diese Teile in Zukunft immer beliebter werden oder zumindest werden sollten. Verkürzte Vorlaufzeiten, weniger Ausfallzeiten und Emissionsreduzierung sind nur einige der Vorteile der Verwendung wiederaufbereiteter Autoteile. Vorausgesetzt, Sie beziehen sie von einem seriösen Anbieter.