Mike Brockman - ThingCo

June 23, 2022. 3 Minuten Lesezeit

Mike Brockman - ThingCo

Q. Erzählen Sie uns bitte etwas über ThingCo und dessen Gründung.

Bei ThingCo dreht sich alles um Telematik der nächsten Generation. Wir stellen Geräte her, die das Fahrverhalten von Autos aufzeichnen und Informationen an Versicherungsgesellschaften weitergeben. Vor 12 Jahren gründete ich ein Telematik-Versicherungsunternehmen namens insurethebox, das erste Unternehmen der Welt, das ausschließlich Blackbox-Versicherungsgeräte verkauft. Ich habe das Unternehmen von Grund auf in einer Umgebung aufgebaut, in der die Leute diese Geräte als „Big Brother“-Überwachungstechnologien betrachteten. Während in den USA Telematikgeräte ein gängiger Bestandteil des üblichen Versicherungsangebots sind, machen sie in Großbritannien nur drei Prozent des Gesamtmarktes aus.

Vor diesem Hintergrund habe ich später ThingCo gegründet. ThingCo will die Telematik auf die nächste Stufe bringen, indem es Geräte entwickelt, die für den Verbraucher viel attraktiver sind als bisher. Die Verbraucher kaufen Telematikgeräte nicht nur, um eine günstige Versicherung zu bekommen, sondern sie begreifen diese Produkte als nützliche Geräte im Auto. Wir hoffen, dass wir den Kunden das Gefühl nehmen können, dass sie überwacht werden. Stattdessen wollen wir, dass die Kunden die Vorteile dieser Technologien verstehen und in sie investieren. Dazu gehören auch Kunden älterer Generationen.

Q. Welche sind die wichtigsten Produkte und Dienstleistungen von ThingCo?

Eines unserer neuesten Produkte, das wir im August auf den Markt gebracht haben, ist ein Solarenergiegerät namens Theo, das Kunden einfach an die Windschutzscheibe kleben. Es hat keine Kamera, bietet aber ein sehr genaues GPS und eine leistungsfähige Crash-Erkennung. Das Gerät verfügt außerdem über eine eigene SIM-Karte und einen eigenen Lautsprecher, so dass es mit dem Fahrer in einer freihändigen, sicheren Umgebung interagieren kann. Es stört die Konnektivität des Fahrzeugs nicht und kann leicht von einem Fahrzeug zum anderen mitgenommen werden.

“ThingCo will die Telematik auf die nächste Stufe bringen, indem es Geräte entwickelt, die für den Verbraucher viel attraktiver sind als bisher.”

Q. Was ist die größte Innovation Ihres Unternehmens?

Heutzutage dreht sich in der Technologie alles um die IoT-Revolution und die Rückmeldung von Echtzeitinformationen. Wir bringen ein Produkt auf den Markt, das so günstig ist, dass Versicherungsgesellschaften es in ihr Versicherungsangebot aufnehmen können. Es ist auch praktisch, weil der Kunde es nicht von einem Fachmann montieren lassen muss. Am wichtigsten ist, dass unsere Geräte hochpräzise Daten liefern, die einen großen Mehrwert für Versicherungsunternehmen schaffen und ihren Kunden einen Top-Service bieten. Diese Funktion ist gerade im Falle eines Unfalls auch für den Verbraucher wichtig. So kann er den günstigsten Preis erzielen, fährt sicherer und weiß, dass in der Stunde der Not Hilfe unterwegs ist.

Unsere Produkte kombinieren mehrere Technologien, von der GPS-Ortung über die intelligente Crash-Erkennung bis hin zur schnellen Übertragung von Daten. Bei einem Unfall werden die Daten sofort an die Unfallzentrale übertragen, so dass diese genau sehen kann, was passiert ist und wie man dem Fahrer am besten helfen kann. Wir nutzen auch die Voice-in-Car-Technologie über Amazon Alexa.

Q. Was war die größte Herausforderung, die Ihr Unternehmen zu stemmen hatte?

Im Leben eines neuen Unternehmens gibt es viele Höhen und Tiefen. Unser neuestes Produkt wurde unter Verwendung von mehr als 300 Komponenten hergestellt und für die Nutzung von Solarenergie konzipiert, was sicherstellt, dass dem Produkt nie der Akku ausgeht. Ironischerweise bestand die größte Herausforderung für uns darin, das Gerät auf die Windschutzscheibe des Autos zu kleben und den richtigen Kleber zu finden! Für viele Hersteller ist das Design des Produkts der wichtigste Schritt, und wenn sie sich so sehr darauf konzentrieren, vernachlässigen sie manchmal kleine Details, die trivial erscheinen.

Da das Gerät Solarenergie nutzt, muss das Solarpanel dem Licht zugewandt sein, es muss also an der Windschutzscheibe angebracht werden. Um die beste Lösung zu finden, haben wir fast sechs Monate gebraucht. Wenn Sie es nicht auf die Windschutzscheibe kleben können, spielt es keine Rolle, wie brillant dieses Gerät ist, es wird dann nutzlos.

Q. In welcher Beziehung stehen Ihre Produkte und Dienstleistungen zur steigenden Nutzung der Automation in der Fertigung?

Obwohl wir im Moment externe Geräte produzieren, arbeiten wir an Spin-Off-Technologien, die Automobilhersteller als Teil der Entwicklung ihrer zukünftigen Fahrzeuge nutzen könnten. Mit dem Wissen, dass unsere Geräte ihre Autos sicherer machen würden, könnten die Automobilhersteller ihren Fokus auf neue Lösungen für Umweltfragen lenken, die meiner Meinung nach die größte Herausforderung für die Branche darstellen.

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