Automatisierte Prozesse mit der schnellsten ROI
Die Vorteile der Automatisierung manueller Prozesse sind den Herstellern seit langem bekannt. Zu den offensichtlichsten gehören Kostensenkungen, Qualitätsverbesserungen und erhöhte Sicherheit.
Doch welche Prozesse sollten Hersteller auf ihrem Weg zur Industrie 4,0 priorisieren?
Seit der Einführung des Begriffs „Industrie 4.0" im Jahr 2011 haben die meisten Hersteller eine marathonartige digitale Strategie verfolgt. Mit anderen Worten: Langsam, aber stetig vorangehen. Die Hersteller haben festgestellt, dass eine schrittweise Einführung der Automatisierung die sicherste und erfolgreichste Methode zur Digitalisierung ihrer Anlagen ist. Dies gilt insbesondere für Hersteller, die nicht über einen endlosen Geldfluss und erfahrene interne Spezialisten verfügen.
Die COVID-19-Pandemie und ihre Auswirkungen auf das globale gesellschaftspolitische Gleichgewicht haben die Hersteller jedoch gezwungen, die Digitalisierung mit voller Kraft voranzutreiben. Dadurch wurde ihre Reise in die Industrie 4.0 von einem Marathon zu einem Sprint. Der Druck auf Werksleiter steigt, die beste Entscheidung zwischen digitalen und manuellen Verfahren zu treffen.
Jede Produktionsanlage hat ihre eigenen Anforderungen, doch Manger sollten bei der Entwicklung einer Automatisierungsstrategie immer drei Variablen berücksichtigen. Die Geschwindigkeit der Kapitalrendite (ROI), die Einfachheit der Umsetzung und die Auswirkungen des Projekts auf die Belegschaft. Sehen wir uns einige Beispiele für Digitalisierungsprojekte an, die an allen drei Fronten erfolgreich sind.
„Pick and Place"-Maschine
Ein Bauteil aufzunehmen und in die richtige Position für die Weiterverarbeitung zu bringen, ist eine mühsame Arbeit. Das reicht aus, um selbst die Geduld des motiviertesten Mitarbeiters auf die Probe zu stellen. Wenn die Teile schwer sind und sich in der Nähe von heißen Oberflächen und gefährlichen Maschinen befinden, wird die Aufgabe nicht nur mühsam, sondern auch gefährlich.
Zum Glück gehören Pick-and-Place-Anwendungen zu den Anwendungen, die sich am einfachsten und kostengünstigsten digitalisieren lassen. Es gibt eine große Auswahl an Roboterarmen auf dem Markt, die nur geringe Vorabinvestitionen erfordern. Die auch ohne Programmierkenntnisse programmiert werden können und die Arbeit der Mitarbeiter drastisch erleichtern.
So kostet beispielsweise der neueste Cobot von igus, der zur igus-Rebel-Familie gehört, weniger als 5.000 EUR. Außerdem kann er über einen Online-Integrationsdienst, der Beratungen zum Festpreis anbietet, aus der Ferne programmiert werden. Dieser Plug-and-Play-Cobot kann bis zu 2 kg transportieren und ist innerhalb weniger Tage einsatzbereit.
Für schwerere Hebevorgänge, wie z. B. bei Palettieranwendungen, sind die Preise erheblich höher. Eine Standardlösung, die eine Schicht pro Minute verarbeitet, beginnt bei etwa 140.000 EUR, ohne Integration und zusätzliches Zubehör. Die Programmierung und Instandhaltung kann auch recht komplex sein und erfordert in der Regel die Unterstützung eines Systemintegrators.
Automatische Palettierer können jedoch einen großen Einfluss auf das Wohlbefinden der Mitarbeiter haben. Denn die manuelle Palettierung ist eine körperlich anstrengende Aufgabe, die häufig zu Unfällen und Verletzungen durch wiederholte Belastung (RSI) führen kann. Der Kapitalrückfluss kann langsamer sein als bei anderen Automatisierungsprojekten. Die Vorteile in Bezug auf die Sicherheit und die Mitarbeiterbindung werden die Investition jedoch langfristig wert sein.
Qualitätssicherung in der Fertigung
Die strengen Standards von Industrie 4,0 machen Qualitätssicherung (QA) zu einem wesentlichen Schritt im Fertigungsprozess. Die Kosten und die Komplexität herkömmlicher Lösungen für maschinelles Sehen bedeuten jedoch, dass viele Fabriken noch immer auf manuelle Inspektionen angewiesen sind.
Leider können menschliche Inspektoren komplexe Produkte nicht zuverlässig acht Stunden am Tag überprüfen, ohne Defekte zu übersehen. Denken Sie an eine Leiterplatte (PCB) - ein einzelnes Element kann Dutzende von kaum sichtbaren Unterkomponenten enthalten. Jedes von ihnen kann jedoch Defekte aufweisen, die die Funktionalität der gesamten Platine beeinträchtigen.
Zum Glück kommen neue Lösungen auf den Markt, die die Grenzen des herkömmlichen maschinellen Sehens überwinden. Zum Beispiel hat das deutsch-israelische Unternehmen Inspekto ein kostengünstiges Autonomous-Machine-Vision-System entwickelt. Das INSPEKTO S70 kann vom eigenen Personal eingerichtet werden, ohne dass ein Experte auf dem Gebiet des maschinellen Sehens hinzugezogen werden muss. Das System ist vorab auf eine Vielzahl von Anwendungsfällen trainiert, was die Installationszeit drastisch reduziert.
Da maschinelle Sicht-Systeme wie die von Inspekto dazu beitragen, die Fehlerkosten zu senken, machen sie sich schnell bezahlt. Dies kann Materialverschwendung, Nachbearbeitungskosten, Gebühren für verspätete Lieferungen, Rufschädigung und vieles mehr umfassen.
Darüber hinaus kann die Automatisierung der Qualitätssicherung Personal freistellen, um ansprechendere Aufgaben auszuführen, die einen Mehrwert liefern. Es gibt eine Vielzahl von Anbietern von maschinellen Sicht-Systemen auf dem Markt. Sie bieten viele Low-Code- und No-Code-Lösungen. So ist gesichert, dass jeder Hersteller ein QS-System findet, das seinem Budget und seinen technischen Fähigkeiten entspricht.
Dateneingabe
Eine schnelle und zuverlässige Dateneingabe ist für alle Prozesse, die genaue und aktuelle Informationen erfordern, unerlässlich. Von der Überwachung von Sensordaten für prädiktive Instandhaltung bis zur Verarbeitung von Stücklisten.
Die manuelle Dateneingabe kann für Unternehmen oft zu einem Engpass werden. Der Grund dafür ist, dass die Datenerfasser möglicherweise nicht mit dem Bedarf an Echtzeitinformationen Schritt halten können. Daher könnten sie bei der Meldung von Zahlen Fehler machen. Hier können automatisierte Dateneingabesysteme helfen.
Dateneingabesoftware kann optische Zeichenerkennung verwenden, um Informationen aus verschiedenen Quellen wie PDFs, E-Mails und Websites zu lesen. Sie kann diese Informationen dann in eine zentrale Datenspeicheranwendung aufnehmen, sei es eine Datenbank oder eine einfache Tabellenkalkulation.
Die automatische Dateneingabe bietet eine breite Palette von Anwendungsmöglichkeiten. Die häufigste und bekannteste ist die automatische Rechnungsprüfung. Dateneingabesoftware kann jedoch in unzähligen Szenarien helfen, z.B. bei der Erstellung von Berichten für Audits und Qualitätskontrollen. Außerdem verwaltet Sie Geschäftsanfragen, verarbeitet die Ergebnisse von Umfragen zur Kundenzufriedenheit und vieles mehr.
Zusätzlich zu diesen Vorteilen ist Datenerfassungssoftware im Allgemeinen einfach zu installieren und zu verwalten und kann äußerst kostengünstig sein. Culverdocs bietet zum Beispiel ein All-Inclusive-Paket für eine monatliche Gebühr von nur 20 £ pro Benutzer an.
Cashflow, Mitarbeiterbindung und eine technische Kompetenzlücke sind einige der größten Herausforderungen, mit denen Hersteller derzeit konfrontiert sind. Hersteller können ihren Digitalisierungsmarathon beschleunigen, indem sie den Sprung wagen, der nötig ist, um einen bedeutenden Wettbewerbsvorteil zu erlangen. Dies geschieht, indem Sie den Return on Investment (ROI) ihrer Automatisierungsinitiativen berücksichtigen, und auch, welchen Einfluss sie auf die Mitarbeiter haben und wie einfach sie eingesetzt und gewartet werden können.
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