Fabriken unter Druck: Reduzierung von Burnout am Arbeitsplatz

July 12, 2022. 3 mins read
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Nach Angaben des US Bureau of Labor Statistics verzeichnete die Fertigungsindustrie im Jahr 2021 den zweitgrößten Anstieg der Kündigungsraten. Diese ist seit 2020 um 1,2 Prozent gestiegen.

 

Nur im Freizeit- und Gastgewerbe ist die Kündigungsrate höher.

Allerdings sind nicht alle Branchen von den Auswirkungen der breiten Abwanderung betroffen. Tatsächlich zeigen die Statistiken, dass vor allem in der Fertigungsindustrie die Arbeitnehmer mit den niedrigsten Löhnen an der Spitze stehen. Innerhalb dieses Sektors wiesen die Beschäftigten in der niedriger entlohnten Verbrauchsgüterindustrie die höchste Kündigungsrate auf.

Die Fertigungsindustrie ist nicht für ihre hohe Fluktuationsrate bekannt. Was hat sich also geändert, und wie können Arbeitgeber diese Probleme angehen?

An der Belastungsgrenze

 

Viele Faktoren können dazu beitragen, dass ein Arbeitnehmer kündigt. Es gibt jedoch einige allgemeine Stressfaktoren am Arbeitsplatz in der gesamten Branche. Wenn diese Probleme angegangen werden, könnte dies die Kündigungsrate senken.

Es ist nicht verwunderlich, dass einer der stressigsten Aspekte der Arbeit die hohen Anforderungen an Körper und Geist von Arbeitnehmern sind, vor allem, wenn es sich um eine hektische und körperlich anstrengende Arbeit handelt. Dies ist auch bei einem Teil der Arbeit in der industriellen Fertigung der Fall.

Angesichts der hohen Produktionsquoten fühlt sich das Personal oft überfordert. Dies kann zu übermäßigem Stress und in einigen Fällen zu Burnout führen.

Burnout ist ein Zustand der emotionalen und körperlichen Erschöpfung. In der Regel wird dieser Zustand durch ständige Belastung über einen längeren Zeitraum hinweg verursacht.

Nach Angaben der American Psychological Association belaufen sich die Kosten für Stress am Arbeitsplatz auf mehr als 500 Milliarden Dollar jährlich. Darüber hinaus wird bei dieser Zahl nur die Wirtschaft der USA berücksichtigt. Das bedeutet, dass bis zu 550 Millionen Arbeitstage durch Burnout am Arbeitsplatz verloren gehen.

Digitale Lösungen zur Stressreduzierung bei Fabrikmitarbeitern

Wie kann man die Personalfluktuation in der Fertigungsindustrie verringern?

Viele Berichte deuten darauf hin, dass die Ursachen für Burnout und Kündigungen darin liegen, dass sich Personal nicht wertgeschätzt fühlt und eine langweilige, monotone Arbeit verrichtet. Eine einfache Lohnerhöhung reicht zur Lösung dieses Problems nicht aus. Bei schlecht bezahlten Arbeitsplätzen im Fertigungsbereich sollten Arbeitgeber versuchen, die Vergütung ihres Personals zu erhöhen. Sie müssen jedoch auch das Engagement der Arbeitnehmer in der Produktion fördern.

Die Industrie 4.0- Automatisierung digitalisiert jetzt die Fertigung. Dies wiederum kann Arbeitgebern beim Senken der Fluktuationsrate helfen.

Durch die Automatisierung einer sich wiederholenden und wenig anspruchsvollen Aufgabe können Arbeitgeber die Zeit ihres Personals für anspruchsvollere Aufgaben nutzen. Das führt wiederum zu einem Abbau von Stress. Ein Beispiel ist die Verwendung von Bildverarbeitungssystemen für Qualitätskontrollen anstelle der Einstellung von Inspektionspersonal.

Das schafft ein ansprechendes Arbeitsumfeld und verringert Burnout am Arbeitsplatz.

Schwerpunkt auf Sicherheit

 

Wie reduziert man Personalstress am Arbeitsplatz?

Ein weiterer gängiger Arbeitsplatzstress in der Fertigung ist ein gefährliches Arbeitsumfeld. Eine Fabrik ist kein einfacher Arbeitsplatz und erfordert oft harte körperliche Anstrengungen. Die Implementierung digitaler Technologien wie Exoskelette und Palettierroboter kann dazu beitragen, Unfälle zu reduzieren. Folglich verringert sich die Zahl der verletzungsbedingten Ausfallzeiten, während gleichzeitig die Instandhaltungskosten sinken.

 Natürlich gibt es viele häufige Stressfaktoren am Arbeitsplatz, denen Personal in der Fertigung ausgesetzt ist. Arbeitgeber können und sollten sich jedoch mit Problemen wie monotoner Arbeit und Sicherheitsbedenken befassen Die Implementierung von Technologien zur Verringerung der Belastung von Personal ist nicht nur für das Personal von Vorteil, sondern auch für das Unternehmen. Ein besseres und ansprechenderes Arbeitsumfeld kann die Produktivität steigern.

Laut einer aktuellen Studie von Manufacturing ist die Produktivität von engagiertem Personal um 70 Prozent höher als die nicht engagierter Arbeitnehmer Diese Studie ergab auch, dass engagiertes Personal eine bessere Sicherheitsbilanz hatte, darüber hinaus geringere Fluktuationsraten und höhere Rentabilität.

Durch die Minimierung der Auswirkungen der gängigsten Stressfaktoren in der Fertigung können Hersteller die Unternehmensproduktivität maximieren. Bei all den Produktionsunterbrechungen, denen sich ein Unternehmen gegenübersehen kann, ist es für Arbeitgeber an der Zeit, die Kontrolle über beherrschbare Störungen zu übernehmen. Dazu zählen insbesondere Burnout und Verletzungen von Personal in der Fabrikhalle.

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