Intelligenz für alle(s)
Seit 2010, als der flächendeckende Siegeszug von IoT-Geräten begann, hat diese Technologie die Fertigungsindustrie mit Sensoren, automatisierter Gateway-Konnektivität und vielen anderen Anwendungen ausgestattet. Jetzt wird das IoT mit künstlicher Intelligenz (KI) kombiniert, um ein vollständig autonomes Ökosystem für die Datenerfassung und -analyse zu schaffen.
IoT-Geräte bieten der Fertigungsindustrie enorme Vorteile, da sie die Erfassung gewaltiger Datenmengen aus mehreren Quellen ermöglichen. Die Verarbeitung und Analyse solcher riesiger Mengen erfasster Daten kann jedoch zu einer komplexen Angelegenheit werden. Um dieses Problem zu lösen, haben einige Unternehmen IoT-Geräte mit KI kombiniert, um das zukünftige Potenzial von Geräten in Form einer dauerhafteren Technologie sicherzustellen.
Das KI-gestützte IoT schafft ein intelligentes Ökosystem, das über die Fähigkeit verfügt, aus den gesammelten Daten zu lernen, ohne dass menschliche Eingriffe erforderlich sind. Derzeit folgen alle IoT-Geräte fünf grundlegenden Schritten: erstellen, kommunizieren, aggregieren, analysieren und handeln. Die Analyse ist der wichtigste Schritt und bestimmt die einzuleitenden Maßnahmen. KI-Technologie kann eine wichtige Rolle bei der Analyse spielen und dazu beitragen, das IoT auf das nächste Level zu bringen.
Ein Turbo für die Fertigungsindustrie
Für die Fertigungsindustrie ist KI keine neue Technologie – laut einer MIT-Umfrage aus dem Jahr 2020 wird sie von rund 60 Prozent der Hersteller genutzt. Auch die kombinierte Nutzung von IoT und KI kommt bereits in der Fertigungsindustrie zum Einsatz, beispielsweise in der KI-gestützten Robotik. Es gibt jedoch immer noch Spielraum für eine Ausweitung der Anwendung von KI-gestützten IoT-Geräten, um die betriebliche Effizienz zu steigern, das Risikomanagement zu verbessern, die Skalierbarkeit zu erhöhen und kostspielige ungeplante Stillstandszeiten zu vermeiden.
KI-gestützte IoT-Geräte ermöglichen konstante Datenströme, in denen die KI-Funktionen Muster erkennen können. Der Arbeitsaufwand für den Menschen ist minimal, da die KI Muster autonom analysiert, um Anomalien oder Ineffizienzen zu erkennen. KI bietet Unternehmen valide Einblicke in Prozesse, zeitaufwendige Funktionen und andere Faktoren, die sich auf die Effizienz auswirken können.
Ein weiterer Vorteil des KI-gestützten IoT ist, dass es zu einem besseren Risikomanagement beitragen kann. So kann KI beispielsweise Hersteller über etwaige Muster in der Produktionsnachfrage informieren und so in die Lage versetzen, darauf zu reagieren, wodurch das Abfallaufkommen sinken kann. Sie ermöglicht außerdem die Echtzeitüberwachung von Prozessen, sodass Hersteller sich stets über die Risiken im Klaren sein können, die während des gesamten Produktionsprozesses auftreten könnten.
Risikoüberwachung in Echtzeit hilft zudem, die Fähigkeit zur prädiktiven Instandhaltung zu verbessern, was dazu beiträgt, kostspielige ungeplante Stillstandszeiten zu vermeiden. Laut einem Artikel von Deloitte über intelligentes IoT kann das KI-gestützte IoT den Zeitaufwand für die Instandhaltungsplanung um 20 bis 50 Prozent reduzieren und Wartungskosten um fünf bis zehn Prozent senken.
IoT in Kombination mit KI hat auch das Potenzial, die IoT-Skalierbarkeit in der Fertigung zu steigern. Mit nur etwa 20,9 Milliarden Pfund, die 2019 für IoT-Geräte ausgegeben wurden, gehören die Investitionen in IoT-Geräte im Vereinigten Königreich laut Statista zu den niedrigsten. Die geringere Verbreitung von IoT-Geräten könnte auf die Schwierigkeit zurückzuführen sein, die mit der Verarbeitung großer Datenmengen verbunden sind. Durch den Einsatz von KI-gestützten IoT-Geräten wird dieses Problem jedoch beseitigt, da die Daten autonom analysiert und zusammengefasst werden können. So werden Informationen auf eine überschaubare Größe reduziert, während die Datenerfassung einer großen Anzahl an IoT-Geräten immer noch weiterläuft.
KI-gestützte IoT-Technologie kann die Fertigungsindustrie voranbringen und gleichzeitig die betriebliche Effizienz steigern, das Risikomanagement verbessern und Probleme mit Stillstandszeiten und Skalierbarkeit reduzieren. Hersteller, die noch keine KI-gestützten IoT-Geräte einsetzen, sollten einen Testlauf in Erwägung ziehen, um zu sehen, ob die verbesserten IoT-Geräte dazu beitragen können, ihren Wettbewerbsvorteil zu vergrößern.
Um über nützliche Technologien für die Fertigungsindustrie auf dem Laufenden zu bleiben, besuchen Sie das Wissenszentrum von EU Automation.