12 Intelligente Technologien für die Lieferkette und wie sie zusammenarbeiten

April 25, 2024. 7 mins read
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Bis zur Corona-Pandemie wurde dem Lieferketten-Management kaum Beachtung geschenkt. Diese deckte jedoch die Fragilität von Lieferketten weltweit auf. Die Pandemie zwang die Unternehmen weltweit, die Widerstandsfähigkeit ihrer Lieferketten zu verbessern. Infolgedessen begannen sie, neue Lieferketten-Technologien und Techniken zur Gewährleistung der Geschäftskontinuität zu evaluieren und einzuführen.

Es gibt viele aktuelle Innovationen, die sich als äußerst praktisch für Beschaffung, Einkauf, Nachverfolgung, Lagerung und Verwendung von Teilen und Materialien erwiesen haben. Diese Fortschritte waren nicht zwangsläufig darauf ausgerichtet, das Lieferkettenmanagement zu verbessern, haben sich jedoch als vorteilhaft in diesem Bereich erwiesen.

Der Begriff Lieferkette 4.0 wurde geprägt, um die Anwendung einiger dieser Techniken im Lieferkettenmanagement zu beschreiben. Es gibt keine einheitliche Meinung darüber, welche Innovationen oder Gruppen von Innovationen durch diesen Begriff abgedeckt werden sollten. Dennoch folgt hier eine Übersicht über die wichtigsten Technologien für die Lieferkette.

Innovationen zur Verbesserung des Lieferkettenmanagements

  1. Additive Fertigung / 3D-Druck
  2. Künstliche Intelligenz
  3. Erweiterte Realität / Virtuelle Realität (Augmented Reality - AR / Virtual Reality - VR)
  4. Autonome Systeme
  5. Blockchain
  6. Cloud-Computing
  7. Cybersicherheit
  8. Daten-Analytik
  9. Digitale Zwillinge / Virtuelle Zwillinge
  10. Robotik
  11. Systemintegration
  12. Das Internet der Dinge (IoT)

Ecksteine der Effizienz: Eine nähere Betrachtung von 12 innovativen intelligenten Technologien für die Lieferkette

3D-Druck / additive Fertigung in Lieferketten

Die additive Fertigung ist eine beliebte Wahl für Unternehmen, die verschiedene Teile aus den gleichen oder ähnlichen Materialien herstellen. Anstatt alle verschiedenen Teile zu kaufen und zu lagern, kann es effizienter sein, die Grundmaterialien zu kaufen, aus denen jedes Teil nach Bedarf hergestellt werden kann. Dies reduziert die Lagerbestandskosten und den Platzbedarf für die Lagerung, was additive Fertigung zu einer platz- und kostensparenden Lösung macht. Digitale/virtuelle Zwillinge, Robotik, autonome Systeme und KI können alle dazu beitragen, die additive Fertigung zu verbessern.

Künstliche Intelligenz in der Lieferkette

KI ist ein vielseitiges Werkzeug, das in vielerlei Hinsicht zur Verbesserung der Lieferkettenverwaltung eingesetzt werden kann. Dieses Werkzeug ermöglicht es, Einblicke in verschiedene Betriebsabläufe zu gewinnen. Es analysiert ständig Muster bei Bestellungen, Versand und anderen Aktivitäten.

Unternehmen nutzen diese Erkenntnisse, um auf unterschiedlichste Weise effizientere Lieferketten zu schaffen. KI kann alternative Lieferanten mit niedrigeren Kosten oder kürzeren Lieferzeiten aufspüren. Sie verbessert auch die Verhandlungsstrategien mit bestehenden Lieferanten durch die Nutzung historischer Daten und automatisiert routinemäßige Einkaufsaufgaben.

Dies ermöglicht es den Mitarbeitern, ihre Ressourcen auf komplexere Aufgaben zu lenken. Dazu gehören insbesondere das strategische Management von Lieferantenbeziehungen und die Risikominderungsplanung.

Erweiterte Realität / Virtuelle Realität

Erweiterte Realität hilft dabei, das Lagerpersonal effizient durch große Lagerhallen zu führen. VR wird immer nützlicher für die Fernüberwachung und das Management von weit entfernten Einrichtungen.

Das Produktdesign wird oft mit der Herstellung in Verbindung gebracht, aber in einer intelligenten Lieferkette sind die beiden untrennbar miteinander verbunden. Während Virtuelle Realität die Zusammenarbeit aus der Ferne und die Prüfung von Designs ermöglicht, kann Erweiterte Realität den Designern auf einzigartige Weise helfen. So können AR-Headsets beispielsweise Designern helfen, Produkte in 3D in einer realen Umgebung zu visualisieren. Dadurch können sie rasch und fundiert über Form, Funktion und Passform entscheiden.

In intelligenten Lieferketten werden die Geschwindigkeit und Effizienz des Produktdesigns durch die reibungslose Integration von Design und Produktion erheblich verbessert.

Autonome Systeme für die Lieferkette

Die Schaffung autonomer Lieferketten bleibt ein ehrgeiziges Ziel, aber die wesentlichen Elemente sind vorhanden und warten darauf, integriert zu werden. Eine autonome Lieferkette wäre in der Lage, die Verarbeitung und Planung durchzuführen, diese Pläne umzusetzen und die Ausführung zu überwachen.

Sie würde das Erstellen und Ändern von Aufträgen auf der Grundlage von Echtzeit-Nachfrage-Daten und vordefinierten Algorithmen umfassen. Dies würde die Notwendigkeit manueller Prognosen beseitigen und optimale Lagerbestände gewährleisten. Zusätzlich würde sie alle Stammdaten aktualisieren, wie zum Beispiel Lieferantenlisten und Vorlaufzeiten. Die autonomen Lieferkettensysteme würden auf KI, Robotik, dem IoT, Cloud-Computing und Kommunikationssystemen basieren, die möglicherweise auch 5 G einschließen.

Blockchain-Technologie im Lieferkettenmanagement

Blockchain ist im Grunde ein sicheres und verteiltes Hauptbuch. Folglich kann jeder, der Daten auf einer Blockchain teilt, diesen auch vertrauen. Diese Daten können von Lagerbestandsnummern bis zu juristischen Verträgen reichen. Jede Änderung und Aktualisierung wird aufgezeichnet und kann überprüft werden.

Blockchain wird zunehmend für eine Vielzahl von Anwendungen eingesetzt, darunter Bestandsverwaltung und Beziehungsmanagement. Dies ermöglicht eine sichere und transparente Kommunikation zwischen den Partnern für eine effizientere Lieferkette.

 Die Transformation der Logistik: 12 intelligente Technologien für die Lieferkette.

Cloud-Computing für das Lieferkettenmanagement

Die Cloud bietet einen umfassenden und nahezu sofortigen Zugriff auf die gesamte Rechenleistung und den Speicherplatz, den sich ein Unternehmen leisten kann. Die großen Cloud-Dienste stellen eine große Auswahl von Software-Anwendungen zur Verfügung, darunter auch KI-Tools.

Lieferkettenverwalter haben die Möglichkeit, ihre Abläufe durch den Umstieg in die Cloud zu automatisieren. Dieser Wandel kann als wichtiger Fortschritt in Richtung der Umsetzung autonomer Systeme betrachtet werden. Dadurch wird der Weg für eine intelligentere, selbstregulierende und effiziente Lieferkette geebnet.

Cybersicherheit

Die Cybersicherheit spielt eine entscheidende Rolle bei der Verbesserung des Lieferkettenmanagements. Obwohl kein System absolut sicher vor Hackerangriffen ist, tragen Blockchains wesentlich zur Cybersicherheit bei. Die Distributed-Ledger-Technologie sichert die Integrität der Daten, da sie nahezu manipulationssicher ist. Alle Änderungen würden sofort allen Netzwerkteilnehmern auffallen.

Da Cloud-Dienste stark in die Cybersicherheit investieren, ist es wichtig, die Sicherheitskapazitäten von Cloud-Anbietern zu bewerten. Der Einsatz von KI kann helfen, böswillige Hacker zu erkennen und zu stoppen. KI-gestützte Systeme können dazulernen und Muster erkennen, die auf Hackerangriffe hindeuten. Diese Systeme können dann proaktiv Maßnahmen ergreifen, um jeglichen potenziellen Schaden zu verhindern.

Datenanalytik für Lieferketten

Jeder, der sich mit der Verwaltung von Lieferketten beschäftigt, investiert wahrscheinlich in die eine oder andere Art von Analysetools, einschließlich KI. Eines der Ziele ist es, die Datenerfassung und -verarbeitung nahezu in Echtzeit durchzuführen. Dadurch wird die Anwendung geeigneter Verfahren und Richtlinien ermöglicht.

Unternehmen ziehen erheblichen Nutzen draus, zuverlässige, aktuelle Daten nahezu in Echtzeit verarbeiten zu können. So können sie die Abläufe in der Lieferkette automatisieren und die Effizienz zuverlässig verbessern.

Digitale Zwillinge / Virtuelle Zwillinge

Digitale Zwillinge sind mehr als nur Sammlungen digitaler Schemata, Pläne und Spezifikationen. Ihr Ziel ist es, komplexe Produkte funktional darzustellen, selbst wenn sie nur in virtueller Form existieren.

Ein digitaler Zwilling ist in der Lage, die funktionellen Auswirkungen jeder Veränderung zu veranschaulichen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um eine kleine Schraube oder einen komplexen Mikrocontroller handelt.  Zu beachten ist jedoch, dass jede Änderung Auswirkungen auf die gesamte Lieferkette haben wird.

Robotik

Die Robotik spielt sowohl am Anfang als auch am Ende der Lieferketten eine Rolle. In der Fertigung sind Roboter bereits weit verbreitet und tragen wesentlich zur Steigerung der Produktionsgeschwindigkeit und -konsistenz bei. Experten sagen voraus, dass der Einsatz von Robotern und Automatisierungssoftware mit Voranschreiten der Technologie zunehmen wird.

Inzwischen verlässt sich die Lagerverwaltung zunehmend auf halbautonome und autonome Roboter, um die Abläufe in der Lieferkette zu automatisieren. Diese Roboter können Gegenstände transportieren, kategorisieren und stapeln. Dadurch wurden die früher arbeitsintensiven Prozesse in effizientere und straffere Abläufe verwandelt.

Systemintegration

Metaphorisch gesprochen haben viele Lieferketten immer noch getrennte Glieder, die unabhängig, wenn nicht sogar isoliert bleiben. Viele Kunden und Lieferanten verhandeln nach wie vor telefonisch; der Informationsaustausch ist daher nicht immer automatisiert. Die erste Maßnahme könnte die Integration von Informationssystemen sein, möglicherweise durch Automatisierung in der Cloud und/oder die Einführung von Blockchain.

Der gemeinsame Einsatz vieler moderner Technologien und Trends in der Lieferkette kann dessen Vorteile weiter verstärken. Zum Beispiel durch den Einsatz von KI-Tools in der Cloud oder die Entwicklung digitaler Zwillinge mithilfe von AR/VR-Tools. Dieses höhere Maß an Integration könnte das Versprechen autonomer Lieferketten erfüllen.

Das Internet der Dinge

Das IoT wird oft mit Sensoren und dem Teilen der von ihnen gesammelten Daten in Verbindung gebracht. Sensorsysteme haben ein breites Anwendungsspektrum.

Sie können verwendet werden, um verschiedene Einheiten zu verfolgen und zu überwachen. Dazu gehören Teile, Produkte, Fahrzeuge (Schiffe, Lastwagen und Lagereinrichtungen), Roboter und sogar Menschen. Auf diese Weise ermöglichen sie eine Bestandsverwaltung in Echtzeit und tragen zur Optimierung der Abläufe bei.

Sensoren haben die Fähigkeit, die Umgebung zu überwachen. Ein Beispiel hierfür ist die entscheidende Rolle der Feuchtigkeitskontrolle bei der Lagerung von Elektronik. Außerdem können Sensoren den Zustand der Waren während des gesamten Versandvorgangs überwachen. Daten können gesammelt, verarbeitet und genutzt werden, um die Abläufe in der Lieferkette zu optimieren und zu automatisieren, unabhängig davon, ob KI eingesetzt wird oder nicht.

Es gibt eine Reihe von neuen Technologien und Tools für Lieferketten, die intelligente Lieferketten effizienter und zuverlässiger gestalten. Durch die Einführung von einer oder zwei dieser Technologien könnten Unternehmen einen sofortigen Bedarf decken. Es ist jedoch wichtig beachten, dass jede Methode in Verbindung mit anderen eingesetzt werden kann. Dadurch können Unternehmen ihren eigenen Weg zu verbessertem Wissen, erhöhter Transparenz, verbesserter Automatisierung und effizienteren Lieferketten planen.

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