Reale Umsetzung von abfallfreien Fabriken
Die Besorgnis über die Auswirkungen der Fertigungsindustrie auf die Umwelt nimmt immer stärker zu. Die Hersteller stehen nun unter großem Druck von Verbrauchern und Regierungen, neue Praktiken einzuführen, welche die Nachhaltigkeit verbessern. Dieser Artikel stellt einige Beispiele für Produktionsanlagen vor, die schon heute bei der Emissionsreduktion führend sind und gleichzeitig in ihrer Branche wettbewerbsfähig bleiben.
Laut einer CGS-Umfrage halten 66 % der Menschen die Nachhaltigkeit für einen entscheidenden Faktor beim Kauf. Darüber hinaus sind diese Personen bereit, zusätzliche Kosten für ethisch einwandfreie Produkte zu zahlen. Angesichts des wachsenden Bewusstseins für Umweltprobleme bei den Konsumenten und in Organisationen müssen Hersteller mehr unternehmen, um die Anforderungen ihrer Kunden zu erfüllen.
Die Verbesserung der Nachhaltigkeit bringt Vorteile für alle Hersteller, da sie gleichzeitig zu einer Steigerung der Effizienz und einer Reduktion von Kosten führen kann. Allerdings kann die Industrie ihren CO2-Ausstoß nicht einfach über Nacht eliminieren.
So werden die Emissionen im Unternehmen reduziert:
Die nachhaltige Fertigung ist das Ziel einer kontinuierlichen Reise, die von Geschäftsinhabern die Überprüfung ihrer Prozesse erfordert. Anschließend können die Hersteller damit beginnen, Änderungen am Konzept vorzunehmen. Auf dieser Grundlage können sie hochwertige Waren mit weniger Material, weniger Energie und ethisch besseren Methoden herstellen.
Es gibt nicht nur einen einzigen Weg, um ein nachhaltiges Unternehmen zu werden. Unternehmen müssen sich die Zeit nehmen, um die Prozesse zu finden, die für ihre Anlagen am besten geeignet sind. Anstatt sich auf einen einzigen Weg festzulegen, können Hersteller sich jene Unternehmen näher ansehen, die im Bereich der Nachhaltigkeit bereits führend sind, und sich von ihnen inspirieren lassen.
Unilever
Der „Sustainable Living Plan“ von Unilever legt Ziele fest, um die Auswirkungen auf die Ressourcen zu reduzieren. Dazu können Energie, Wasser und Rohstoffe in der gesamten Produktion gehören.
Unilever hat in die Automatisierung investiert und intelligente Technologien in großem Maßstab eingesetzt, um die Produktionskosten zu senken. Auf diesem Weg wird das Ziel erreicht, die Umweltauswirkungen innerhalb von zehn Jahren zu halbieren.
IBM
Nachhaltige Praktiken sind bereits seit den 1960er Jahren Teil der Unternehmenskultur. Die Rechenzentren des Unternehmens wurden von der Europäischen Kommission für ihre langjährigen Erfolge im Bereich Energieeffizienz ausgezeichnet.
Der Nachhaltigkeitsplan von IBM umfasst nun die Konstruktion intelligenter Gebäude. Diese Gebäude sparen Ressourcen und nutzen umweltfreundliche Praktiken wie umweltfreundliche Beschaffungmethoden und Wassermanagement.
Volvo
Der Nachhaltigkeitsplan von Volvo beinhaltete 2018 die Eröffnung seiner ersten klimaneutralen Produktionsanlage. Dies war ein großer Schritt in Richtung des Unternehmensziels, alle seine Geschäfte bis zum Jahr 2025 klimaneutral zu machen. Die Anlage nutzt Wärme aus der Verbrennung von Abfällen, Biomasse und recycelten Biokraftstoffen und ihre Energie stammt aus erneuerbaren Quellen.
Schneider Electric
Das Unternehmen ist ein globaler Spezialist für Energiemanagement und Automatisierung. Der Nachhaltigkeitsplan von Schneider Electric sieht vor, über zehn Milliarden Euro in Innovationen sowie Forschung und Entwicklung für eine nachhaltige Weiterentwicklung zu investieren. Dies findet zwischen 2015 und 2025 statt, um die Emissionsminderungen zu erreichen.
Die Gruppe nutzte die Prinzipien der Kreislaufwirtschaft in allen Unternehmensbereichen. Daraus ergab sich die Möglichkeit, die CO2-Emissionen zwischen 2017 und 2018 um 130.000 Tonnen zu reduzieren. Das Unternehmen verfügt mittlerweile über 13 CO2-neutrale Gebäude.
Henkel
Dieses deutsche Unternehmen unterstützt seit mehr als 140 Jahren ökologisches und soziales Wachstum. Ziel des Nachhaltigkeitsplans von Henkel ist es, einen Mehrwert für Kunden, Lieferanten und die Regionen, in denen das Unternehmen tätig ist, zu schaffen und dabei die Umwelt weniger zu belasten.
Henkel hat vor kurzem eine cloudbasierte Datenplattform entwickelt, die mehr als 30 Standorte in Echtzeit verbindet. Dies geschah, um die wachsende Nachfrage der Verbraucher zu bedienen, die Nachhaltigkeit zu verbessern und die Kosten zu senken.