Wird der Mensch jemals den Mars besiedeln?

Kürzlich gab die NASA bekannt, dass der Mars-Rover „Perseverance“ ein Jahr nach seiner Landung seine erste Probe entnommen hat. Fortschritte wie dieser lassen es durchaus machbar erscheinen, bis zum Jahr 2030 Menschen zum roten Planeten zu schicken. Doch zu verdanken haben wir diese Machbarkeit bedeutenden technologischen Entwicklungssprüngen.

Für Astronauten ist der Mars seit jeher eines der wichtigsten Ziele, wenn es um Forschungsarbeiten und die Entwicklung von Konzepten zur Kolonisierung eines fremden Planeten durch den Menschen geht. Da sich Erde und Mars hinsichtlich Größe, Struktur, Zusammensetzung und selbst bezüglich des Vorhandenseins von Wasser ähneln, könnte menschliches Leben auf dem roten Planeten mithilfe entsprechender Technologie und smarten Instrumenten durchaus möglich sein. Doch welche Herausforderungen sind zu überwinden, bevor ein solches Szenario Realität werden kann? Und welchen Beitrag kann Automatisierung in diesem Kontext leisten?

Verbesserung von Erkundungsmissionen

Ebenso wie in der Fertigung müssen die Maschinen, die im Rahmen der Erkundungsmissionen der NASA zum Einsatz kommen, klein, vielseitig und intelligent sein. Der Perseverance-Rover hat einen Teil seines Designs von seinem Vorgänger, dem Curiosity-Rover geerbt, verfügt jedoch über zusätzliche Entwicklungen für verbesserte Fähigkeiten beim Eintritt, Landen und Abstieg. Beispielsweise kommt im neuen Rover ein Instrument namens MOXIE zum Einsatz, das im Maschinenkorpus untergebracht ist und eine experimentelle Technologie nutzt, um Kohlendioxid aus der Marsatmosphäre zu Sauerstoff umzuwandeln. Zu den innovativsten Elementen dieser Mission zählt die Unterstützung des Rovers durch den Ingenuity Helicopter, eine kleine, autonome Helikopterdrohne, mit der erstmals ein motorgetriebenes Flugobjekt auf dem Mars getestet wird.

Neben diesen innovativen Technologien ist der Rover außerdem mit verbesserten Sensorfähigkeiten ausgestattet, beispielsweise mit neuen Abstiegskameras und Mikrofonen, die der besseren Dokumentation des Gebiets dienen. Dies wird der Maschine nicht nur erlauben, mehr für die Wissenschaft interessante Orte zu erreichen, es reduziert die Reisezeit von der Erde zum Mars von zwei Jahren auf nur ein Jahr.

Diese Entwicklungen der Erkundungsmaschinen ebnen nicht nur zukünftigen Missionen von Robotern und Menschen auf dem Mars den Weg, sie erlauben auch die Sammlung unschätzbarer Informationen hinsichtlich einer potenziellen menschlichen Besiedelung des Planeten.

Lebensmittelsysteme

Sobald alle unabdingbaren Informationen auf der Erde angekommen sind, können die Vorbereitungen für den Start eines Lebensmittelsystems auf dem Mars beginnen. Wenn der Mensch jemals den Mars erreicht, muss er in der Lage sein, eine stabile Lebensmittelversorgung einzurichten, da die Versorgung durch Transporte von der Erde mehr als unpraktische und viel zu teuer wäre. Der Mars ist von Regolith bedeckt, einem trockenen Material, das für Menschen toxisch ist. Darüber hinaus liegt Wasser auf dem Mars nur in Form von Eis vor, und aufgrund des geringen atmosphärischen Drucks ist Pflanzenwachstum unmöglich.

Eine mögliche Lösung ist die Umsetzung einer automatisierten Anlage, die als „Biofoundry“ bezeichnet wird und in der Lage ist, Millionen von DNA-Strukturen zu testen, um Mikroorganismen aufzuspüren, welche adaptiert und als Grundlage für die Produktion menschlicher Nahrungsmittel genutzt werden können. Dazu ist eine raffinierte Kombination aus Biologie und Ingenieurswesen erforderlich, die durch Beiträge aus den Bereichen Automatisierung und Computertechnik ergänzt wird. Derart fortschrittliche Anlagen würden die Machbarkeit des Anbaus von Nahrungsmitteln auf dem Mars enorm beschleunigen und darüber hinaus Photosynthese und Photoprotektion verbessern, um die Pflanzen besser gedeihen zu lassen.

Eine derartige Lösung ist nicht nur von kritischer Bedeutung für die erfolgreiche Besiedelung des roten Planeten durch den Menschen, sie wird auch auf der Erde im Kampf gegen die Auswirkungen des Klimawandels auf die Landwirtschaft einen Beitrag zur Entwicklung von Nahrungsmitteln leisten.

Neue technologische Entwicklungen rücken den Traum von der Besiedelung des roten Planeten ein Stück näher an die Realität. Damit der Mensch im Laufe der kommenden zehn Jahre den Mars erreicht, sind umfangreiche Vorbereitungen notwendig. Von der Verbesserung der Erkundungsfähigkeiten mithilfe modernster Instrumente bis hin zur Entwicklung intelligenter Anlagen zur Nahrungsmittelherstellung, Automatisierung ist eine zentrale Voraussetzung für den Erfolg auf dem Weg zu diesem Traum.

Auch wenn EU Automation derzeit nicht in der Lage ist, Ersatzteile auf den Mars zu liefern – zumindest auf diesem Planeten liefern wir weltweit in kürzester Zeit. So unterstützen wir Hersteller und Techniker rund um den Globus dabei, ihre Projekte umzusetzen und innovative Lösungen für das Leben auf dem Mars zu finden.

Erfahren Sie mehr über unser umfangreiches Angebot an Ersatzteilen und über die Branchen, in denen wir aktiv sind: www.euautomation.com.

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