Was ist zustandsorientierte Instandhaltung?

In der sich ständig weiterentwickelnden Landschaft der industriellen Automatisierung ist die Aufrechterhaltung der Effizienz und Zuverlässigkeit von Maschinen von größter Bedeutung. Sie können viele verschiedene Methoden zur Optimierung der Produktion und zur Reduzierung von Ausfallzeiten anwenden, aber welche ist die beste für Sie? Hier bewährt sich die zustandsorientierte Instandhaltung (CBM). Es handelt sich um eine proaktive Strategie, die die Instandhaltungsprotokolle in allen Branchen verändert hat.

CBM unterscheidet sich stark von traditionellen Methoden der Instandhaltung. Zu diesen Strategien gehört die reaktive Instandhaltung, bei der Geräte nach einem Ausfall repariert werden. Darüber hinaus plant sie die Instandhaltung auf der Grundlage der eingestellten Zeit- oder Nutzungsintervalle. CBM profitiert von den jüngsten Fortschritten in der Sensortechnologie. Sie nutzt auch Datenanalysen und Konnektivität, einschließlich des Internets der Dinge (IoT), maschinelles Lernen (ML) und künstliche Intelligenz (KI). Das Ziel besteht darin, eine effizientere und kostengünstigere Instandhaltungsmethode anzubieten.

Die Entwicklung der zustandsorientierten Instandhaltung

Was versteht man unter reaktiver Instandhaltung?

„Wenn etwas nicht kaputt ist, wird es nicht repariert“, so lautet ein etablierter Grundsatz, der in vielen Industrieanlagen nach wie vor befolgt wird. Es gibt jedoch auch andere Ansätze für die Instandhaltung, die gewählt werden können. Diese Art von Instandhaltung, die als „reaktive Instandhaltung“ bezeichnet wird, ist zwar attraktiv, birgt aber auch große Risiken. Die reaktive Instandhaltung erfordert keine Vorlauf- oder laufenden Kosten und nur wenig oder gar kein spezielles Personal.

Wenn jedoch eine Maschine kaputtgeht, können die Auswirkungen schwerwiegend sein und erfordern oft sofortige Aufmerksamkeit. Daraus können sich verschiedene Probleme ergeben, wie z. B. begrenzte personelle Ressourcen und erhebliche Verzögerungen bei der Beschaffung von Ersatzteilen sowie unerwartete Ausfallkosten, die sich auf Millionen Dollar belaufen können.

Das einfachste Beispiel wäre die Glühbirne – sie wird nur ersetzt, wenn sie durchbrennt. Andererseits ist es keine Philosophie, die sich gut skalieren lässt. Je größer oder komplexer die Anlage oder die Maschine ist, desto größer ist die Gefahr, dass sie nicht so funktioniert, wie sie sollte. Eine Studie über die Instandhaltung im Anlagenbau ergab, dass 61 % der Fertigungsunternehmen zumindest für einen Teil ihres Betriebs immer noch auf reaktive Instandhaltung zurückgreifen.

Was versteht man unter planmäßiger Instandhaltung?

Eine Möglichkeit, das Risiko ungeplanter Stillstände zu minimieren, ist ein geplantes Programm zur Überwachung des Anlagenzustands. Dies hat auch den Vorteil, dass ein vorhersehbares Budget und eine angemessene Personalausstattung für die Instandhaltung möglich sind.

Ein planmäßiges Instandhaltungsprogramm sollte speziell auf einen Industriestandort und alle darin befindlichen Anlagen zugeschnitten sein. Sie können dieses Programm unter Verwendung der Historiendaten aller Anlagen erstellen, einschließlich Instandhaltungsaufzeichnungen, Ausfalldetails und Betriebsleistungen. Bei neuen Geräten können diese Daten auch vom Originalhersteller (Original Equipment Manufacturer, OEM) stammen. Das Risiko eines Maschinenausfalls sowie die Kosten für Instandhaltung und Reparaturen werden durch dieses Programm reduziert.

Eine gute planmäßige Instandhaltung sollte in der Lage sein, sich weiterzuentwickeln, wenn neue Informationen hinzukommen. Eine Pumpe, die aufgrund von undichten Dichtungen, Lagerschäden oder unsachgemäßer Schmierung immer wieder ausfällt, wurde nicht ausreichend gewartet. Infolgedessen sollte der Zeitplan entsprechend gestrafft werden. Diese Neubewertung erfordert menschlichen Instinkt und Input, um den Zeitplan zu aktualisieren, während eine fortlaufende Bewertung für mehr Struktur sorgen kann.

Was macht die zustandsorientierte Instandhaltung aus?

Ungeplante Ausfallzeiten charakterisieren die reaktive Instandhaltung. In den meisten Fällen führt dies zu höheren Gesamtkosten aufgrund von Notfallreparaturen und Produktivitätsverlusten.  Die planmäßige Wartung hingegen kann zu unnötigen Instandhaltungsarbeiten führen. Dies führt zu einer Verschwendung von Ressourcen und kann sich nachteilig auf die Langlebigkeit Ihrer Ausrüstung auswirken.

Zustandsorientierte Instandhaltung beinhaltet die Echtzeitüberwachung einer Anlage. Sie bietet spezifische Indikatoren, anhand derer Sie feststellen können, welche Instandhaltungsarbeiten Sie wann durchführen müssen. Mithilfe zustandsorientierter Instandhaltung und Echtzeitüberwachung können Techniker unnötige Produktionsausfälle vermeiden. Durch die Echtzeitüberwachung und die Vorwarnung vor Ausfällen können sie den Zustand der Anlagen minutengenau beurteilen. Bei der Verwendung von Sensoren zur Messung von Vibrationen und Temperatur für die Statusüberwachung der Ausrüstung wird deutlich, wann eine Maschine normal läuft. Es wird auch deutlich, wenn dies nicht der Fall ist, und macht eine unnötige Instandhaltung überflüssig.

Diese Revolution in der zustandsorientierten Instandhaltung ist vor allem durch Fortschritte bei Sensoren und Konnektivität zustande gekommen. Sie wird auch durch das Internet der Dinge (IoT) ermöglicht und verbessert sich zunehmend durch maschinelles Lernen (ML) und künstliche Intelligenz (KI).

Insgesamt bietet CBM eine effizientere und kostengünstigere Instandhaltungsstrategie, indem die Technologie zur Überwachung und Vorhersage des Ausrüstungsbedarfs eingesetzt wird.

Share