Sogar der Weihnachtsmann digitalisiert sein Lager

Längst vorbei sind die Zeiten der Werkstatt des Weihnachtsmanns, in der er und seine Elfen Spielzeug mit veralteten Geräten herstellten. Industrie 4.0 steht vor der Tür, und wie die meisten Hersteller und Lieferkettenmanager muss auch der Weihnachtsmann in intelligente Technologien investieren, um Produktion und Vertrieb zu optimieren.

Wie viele von uns kennt der Weihnachtsmann die Herausforderungen globaler Lieferketten – Geschwindigkeit, Rückverfolgbarkeit und die Notwendigkeit, die Nachfrage genau vorherzusagen, sind nur einige Aspekte, die ihm Kopfschmerzen bereiten. Mit über 200 Millionen Kindern auf der ganzen Welt und mehr als 122 Meilen, die er in einer Nacht zurücklegen muss, könnte er Lösungen wie kollaborative Roboter und ein Internet der Dinge (IoT) nutzen, um eine belastbare Lieferkette für den weltweiten Vertrieb aufzubauen.

IoT-Tracking-Systeme

Um eine aktuelle Kundendatenbank zu pflegen und Bestellungen, Lieferungen und Lagerbestände zu verfolgen, benötigt der Weihnachtsmann ein unglaubliches Maß an Sichtbarkeit in seiner Lieferkette. Glücklicherweise kann ihm ein IoT-Tracking-System dabei helfen, Daten zu speichern und zu verarbeiten, die den Betrieb verbessern können.

IoT-Asset-Tracking-Systeme sind für jedes Vertriebsunternehmen von entscheidender Bedeutung, da sie Konnektivitätsprobleme reduzieren und sicherstellen, dass jedes Produkt kontinuierlich überwacht wird. Der Weihnachtsmann ist nicht der Einzige, der das Potenzial dieser Technologie erkannt hat – bis 2027 werden weltweit rund 267 Milliarden Geräte zur Verfolgung von Assets eingesetzt werden, die laut einem Bericht der Thales Group allein bis 2023 eine Marktgröße von 3,93 Milliarden Dollar erreichen werden.

Verbundene Sensoren und Machine-to-Machine-Kommunikationsprotokolle helfen Lagerverwaltern, in jeder Phase der Lieferkette Echtzeit-Updates zu erhalten. Sie liefern nützliche Erkenntnisse über die Standorte der Assets, die Temperatur, die Funktionalität und senden die Daten zuverlässig und kontinuierlich von überall auf der Welt. Der Weihnachtsmann wird nicht nur in Echtzeit über den Standort jedes Spielzeugs informiert, sondern er wird auch in der Lage sein, den Treibstoffverbrauch seines Schlittens zu verfolgen und Wartungsprobleme zu vermeiden.

Kollaborative Roboter

Kollaborative Roboter dienen dazu, Arbeitsabläufe zu optimieren und gleichzeitig dem Warenlager die Möglichkeit zu geben, sein Infrastrukturdesign und seine Prozesse beizubehalten. Der Markt für kollaborative Roboter wurde 2018 auf fast 600 Millionen Dollar geschätzt und soll bis 2027 auf 7,5 Milliarden Dollar anwachsen, was etwa 30 Prozent des Industrierobotermarktes ausmacht, laut Angaben eines Berichts von Interact Analysis.

Einige der innovativsten Cobots sind auch sehr einfach zu programmieren, selbst für Arbeiter ohne Kenntnisse in der Roboterprogrammierung, wie es bei den meisten der älteren fleißigen Helfer des Weihnachtsmanns der Fall ist. Manchmal erfordert der Prozess lediglich die physische Bewegung des Roboterarms an die richtige Stelle. Dies senkt die anfänglichen Automatisierungskosten weiter und trägt zum Return on Investment (ROI) bei, da keine Investitionen in Schulungen erforderlich sind.

Um zu demonstrieren, wie nützlich die Automatisierung in der Weihnachtszeit sein kann, setzte ABB zwölf Roboter zur Weihnachtsdekoration in New York ein. Der berühmte zweiarmige YuMi®-Kobot wurde dazu verwendet, Kaffee zu servieren und mit Menschen zu interagieren, um ein einzigartiges Merchandising-Erlebnis zu schaffen. YuMi® wurde entwickelt, um die gesamte Zubereitung zu automatisieren, von der Handhabung und Beladung der ausgewählten Kapsel über das Servieren des Heißgetränks bis hin zur Entsorgung der gebrauchten Kapsel für das Recycling.

Die Flexibilität von Cobots ist ebenso nützlich in einem Warenlagerkontext, und nicht nur, um hart arbeitenden Elfen Kaffee zu servieren. Cobots verringern die physische Arbeitsbelastung der Lagerarbeiter, was zu weniger Verletzungen und höherer Arbeitszufriedenheit führt. Cobots können die Arbeiter auch anleiten, um ihre Produktivität zu maximieren – beispielsweise können sie künstliche Intelligenz und fortschrittliche Bildverarbeitungssysteme nutzen, um die besten Kommissionierrouten zu planen und so unnötige Wege zu vermeiden.

Kollaborative Roboter und IoT-Lösungen sind zweifellos die Zukunft der Automatisierung, denn sie bieten Zuverlässigkeit und Effizienz bei gleichzeitiger Kostensenkung. Dennoch sind sie, wie alle Technologien, anfällig für technische Probleme, die rechtzeitig gelöst werden müssen, um Ausfallzeiten zu vermeiden. EU Automation liefert neue, überholte und obsolete Teile für eine Vielzahl von Automatisierungsherstellern. Und genau wie der Weihnachtsmann liefern wir schnell in die ganze Welt.

Unabhängig davon, ob sie im Deutschland oder in Lappland ansässig sind, müssen alle Warenlager in intelligente Technologien investieren, um wettbewerbsfähig zu bleiben und ihre Effizienz zu steigern.

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