Bin ich für hyperkonvergente Infrastrukturen geeignet?

Apple hat einen Grad an Einheitlichkeit der Hardware auf dem Mobiltelefonmarkt eingeführt, den es vorher noch nie gegeben hat. Trotz einiger kritischer Stimmen hat diese Änderung die Einführung von Softwarestandards ermöglicht, die andernfalls unmöglich gewesen wären.

Früher mussten Entwickler, die mit mobilen Betriebssystemen arbeiteten, abwägen, in welche Hardware sie ihre Zeit am besten investieren sollten. Seit dem iPhone können sich selbst Start-up-Unternehmen darauf verlassen, dass ihre App mit über einer Milliarde Apple-Geräten kompatibel ist. Heute hat dieses Kompatibilitätsdenken auch in Datenzentren Einzug gehalten.

Die klassische Architektur von Rechenzentren basiert auf einer klaren Trennung zwischen Datenverarbeitung, Speicher und Netzwerk. Sie umfassen eine Reihe von Geräten, von Servern über Switches bis hin zu Speichersystemen, die oft von verschiedenen Herstellern stammen. Rechenzentren voller Hardware benötigen jedoch viel Platz und erzeugen große Mengen an Wärme. Die Bereitstellung einer angemessenen Kühlung erhöht die ohnehin schon hohen Wartungskosten für den Betrieb dieser Anlagen.

Was ist eine konvergente Infrastruktur?

Spezialisten haben konvergente Infrastrukturen geschaffen, um die Effizienz der Hardware-Nutzung zu verbessern. Diese Infrastruktur geht davon aus, dass jede Maschine im Netz an etwas arbeitet. Im Gegensatz zur Definition einzelner Aufgaben für die Hardware. Dadurch wurde die Anzahl der ungenutzten Komponenten auf ein Minimum reduziert und der gesamte Prozess optimiert.

Dies schuf jedoch eine Zugangsbarriere. Konvergente Systeme werden speziell für einen Kunden gebaut und getestet, was mehrere Wochen dauern kann. Dieser Ansatz, der Aspekte der modularen Automatisierung und der leicht austauschbaren Komponenten aufweist, erwies sich für große Unternehmen als besonders geeignet.

Alles in einem

Die hyperkonvergente Infrastruktur (HCI) geht noch einen Schritt weiter als die bisherigen Entwicklungen. Im Rechenzentrum sind nicht nur Datenverarbeitung, Speicherung und Vernetzung über ein Netzwerk verteilt. Ein und dasselbe System oder sogar ein und dieselbe Maschine ist nun für die Durchführung dieser beiden Prozesse zuständig.

Jedes Modul kommuniziert mit dem Netz und erledigt seine Aufgaben intern, was den Prozess beschleunigt. Die Implementierung von Hyperkonvergenz ist auch für die Nutzer von Vorteil, da sie die benötigten Geräte einfach und von einem einzigen Anbieter beziehen können.

Die schnelle Anpassung an den Markt ist eine wesentliche Fähigkeit in der Branche, und hyperkonvergente Infrastrukturen bieten Skalierbarkeit in der Fertigung. Das Hinzufügen neuer Module zu ihrer Dateninfrastruktur ermöglicht kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ein bequemes und schrittweises Wachstum. Dieses Verfahren macht wochenlanges Warten überflüssig und ermöglicht es den KMU, ihre Dateninfrastruktur schrittweise zu verbessern. Allerdings sind damit auch zusätzliche Kosten verbunden.

Hardware-Unternehmen wie Nutanix bieten hyperkonvergente Infrastrukturen an. Sie behaupten, dass Eigentümer durch den Einsatz ihrer Produkte ihre Rechenzentrumskosten um 40 Prozent senken können.

Das Ganze durchdenken

Hyperkonvergente Systeme sind für KMU eindeutig attraktiv. Vor ihrer effektiven Umsetzung müssen jedoch bestimmte Faktoren berücksichtigt werden. Der Grund, warum die Kosten gesenkt werden und das System anpassungsfähiger ist, liegt in der Beseitigung von Redundanzen.

Die Annäherung von Komponenten in einem standardisierten Format ist der Schlüssel zur Effizienz des Rechenzentrums. Jegliche Redundanz im Netz, z. B. in Form von externen Speicherzentren, könnte diesen Fortschritt zunichte machen.

Zweitens ist der zu zahlende Preis für die Bequemlichkeit der Installation und Instandhaltung Wartung die mangelnde Anpassungsfähigkeit der Hardware. Der Betriebsleiter sollte sich der besonderen Eigenheiten und Merkmale des gewählten Modells bewusst sein.

Schließlich, und das ist das Wichtigste, erinnert uns HCI daran, wie wichtig es ist, die Obsoleszenz zu verstehen. Sie müssen ein schrittweise skalierbares System einführen, wobei Sie sich bewusst sind, dass Sie es irgendwann ersetzen müssen. Die Umstellung auf neue Rechenzentrumsinfrastrukturen erfordert eine effektive Verwaltung der Obsoleszenz. EU Automation empfiehlt, dass jedes produzierende Unternehmen eine Strategie für das Obsoleszenzmanagement hat, um nicht überrumpelt zu werden.

Ähnlich wie das iPhone bietet HCI dem Nutzer ein insgesamt komfortableres Erlebnis. Der eigentliche Unterschied liegt in den bestehenden Hindernissen, die die Infrastruktur zu überwinden vermag, und in den potenziellen Vorteilen für wachsende Hersteller. Daher evaluieren die Hersteller die Hyperkonvergenz, um zu sehen, ob sie für ihre Anwendungen geeignet ist.

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