PLC, PAC oder IPC?

Die große Anzahl an Unternehmen, die industrielle Steuerungssysteme herstellen, und die unübersichtliche Auswahl an Produktreihen können dazu führen, dass sich der einzelne Hersteller überfordert fühlt.

Programmierbare Logiksteuerung (PLC), programmierbare Automatisierungssteuerung (PAC) oder ein Industrie-PC (IPC)? Bei so vielen Optionen ist es schwierig, eine fundierte Entscheidung zu treffen. PLCs, PACs und IPCs werden alle für den gleichen Zweck verwendet, d. h. zur Steuerung von Automatisierungsanlagen in einer Fertigungsanlage. Die Bewertung der Anforderungen Ihrer Anwendung in Bezug auf Größe, Kapazität und Kompatibilität ist jedoch von entscheidender Bedeutung, damit Sie das richtige Produkt wählen, das Ihre Automatisierungsanforderungen erfüllt.

Ein bisschen Geschichte: das Aufkommen von PLCs

Die Nutzung von PLCs begann in der Automobilproduktion in den späten 1960er Jahren und breitete sich bald auf andere Sektoren aus, in denen ein kontinuierlicher Prozess erforderlich ist, wie z. B. Elektronikmontage, Lebensmittel und Getränke – beispielsweise in Abfüll- und Verpackungsanlagen – und Pharmaindustrie.

PLCs wurden eingeführt, um hardwarebasierte Relais-Racks zu ersetzen, deren Nachteile darin bestanden, dass sie viel Platz einnahmen, enorme Mengen an Strom verbrauchten und sehr teuer bei der Einrichtung und Wartung waren. Tatsächlich mussten vor der Einführung von PLCs, wann immer der Produktionsprozess modifiziert werden musste, Tausende von Relais manuell neu verdrahtet werden, was ein teurer und zeitaufwändiger Prozess war.

Die erste PLC, der Modular Digital Controller (Modicon), ermöglichte es, die manuelle Neuverdrahtung durch Änderungen des Softwareprogramms zu ersetzen. Sie war so gestaltet, dass sie in eine Leiterlogik programmiert wurde, die den Diagrammen der Relaislogik ähnelte, die sie ersetzte, was den Ingenieuren und Herstellern den Übergang von Relais zu PLCs erleichterte.

In den 70er und frühen 80er Jahren wurden PLCs häufig in industriellen Anwendungen eingesetzt und seitdem erheblich verbessert. Dazu gehören eine reduzierte Größe, ein erweiterter Speicher und eine erhöhte Rechenleistung. Die heutigen PLCs können sehr leistungsfähige Steuerungen sein und stellen nach wie vor die Grundbausteine kleiner Automatisierungsprojekte dar.

Was ist der Unterschied zwischen PLC PAC und IPC?

PLCs bieten im Vergleich zu früheren Technologien viele Vorteile und sind robust und zuverlässig. Sie verfügen jedoch nur über eine einzige Mikrosteuereinheit und daher ist ihre Logikkapazität begrenzt. Dies macht sie ungeeignet für komplexe Anwendungen, die eine Bewegungssteuerung erfordern, was nur durch das Hinzufügen separater Module zu den PLCs oder durch die Verwendung eines Hybridsystems mit einer oder mehreren PLCs und einem Industrie-PC erreicht werden kann. Demzufolge sind PLCs ideal für kleinere Automatisierungsprojekte, bei denen einfache Aufgaben ausgeführt werden.

PACs bieten in der Tat die gleichen Vorteile wie ein Hybridsystem, aber ohne die zusätzliche Hardware.  Sie nutzen zwei oder mehr Mikrosteuerungen und verfügen über ein ausgeklügelteres Logiksystem als PLCs. Dadurch können sie in mehreren Domänen wie Bewegung, diskrete Steuerung und Prozesssteuerung über eine einzige Plattform arbeiten. Sie bieten auch eine bessere Integration mit SCADA, wodurch sie komplexe branchenspezifische Anweisungen verwalten können.

Industrie-PCs tauchten in den 1990er Jahren auf dem Markt auf. Sie ermöglichten es ihren Benutzern, PLC-ähnliche Anwendungen auf einem normalen PC-Betriebssystem auszuführen. Die ersten IPCs waren nicht robust genug, um rauen Anlagenumgebungen standzuhalten, und ihre Betriebssysteme hatten ernsthafte Stabilitätsprobleme, aber neuere Versionen haben diese Probleme gelöst und werden nun erfolgreich allein oder in Kombination mit einem oder mehreren PLCs in größeren Anwendungen eingesetzt. Wenn es jedoch in den 1990er Jahren so aussah, als ob die IPCs den Markt für sich gewinnen werden, so ist jetzt klar, dass die PACs in diesem Bereich führend sind.

Welche Steuerung ist die beste für Sie?

PACs kombinieren die Funktionalität und Zuverlässigkeit der PLCs mit der Verarbeitungsfähigkeit der IPCs, weshalb sie heute in vielen Fertigungsanlagen der bevorzugte Steuerungstyp sind. Eine einzige PAC kann mehrere PLC oder ein Hybridsystem ersetzen und bietet den zusätzlichen Vorteil, dass alle Anwendungen in einem einzigen Controller ausgeführt werden.

Die Faustregel bei der Auswahl einer Steuerung lautet jedoch, dass der Umfang ihrer Funktionen dem Umfang Ihres Automatisierungsprojekts entsprechen soll. Anders ausgedrückt: Es ist nicht nötig, in ein PAC oder ein Hybridsystem zu investieren, wenn Ihre Automatisierungsanforderungen von einer herkömmlichen PLC erfüllt werden können. Wenn Sie sich für eine dem Umfang Ihrer Anwendung entsprechende Steuerung entscheiden und Raum für eventuelle Erweiterungen lassen, können Sie jahrzehntelang effizient damit arbeiten.

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