Fortschritte in der Robotik: Mit menschlicher Berührung die Grenzen überbrücken

Glauben Sie, dass Robotermaschinen emotional fähig sind? Bis zu einem gewissen Grad können Programmierer Robotern zeigen, dass sie Gefühle haben.

 

Von Online-Chatbot-Assistenten mit künstlicher Intelligenz (KI) bis hin zu Sophia, der sozialen humanoiden Roboterin, die in einem Gespräch emotionale Antworten geben kann. Solche Roboter sind zwar vielleicht in der Lage, Emotionen zu simulieren, doch wird es jemals möglich sein, dass sie Sinneseindrücke wie Berührung wahrnehmen können?

Immer mehr Branchen beginnen, in die Automatisierung der Lieferkette zu investieren, um die Produktivität zu steigern. Roboter werden häufig an einem Fließband eingesetzt, um Aufgaben zu erledigen, die Genauigkeit, Wiederholbarkeit und Geschwindigkeit erfordern. Insbesondere Arbeiten, die ein Mensch nicht mit dem gleichen Standard erledigen kann.Diese großen Industrieroboter können auch langweilige, schmutzige und gefährliche Arbeiten erledigen. Daher können sich menschliche Arbeiter auf andere Aufgaben konzentrieren.

Hersteller können in Roboter investieren, damit solche schwierigen Aufgaben rascher ausgeführt werden. Allerdings erfordern manche Arbeiten am Fließband, insbesondere im Lager, immer noch menschliches Geschick und Fingerspitzengefühl.

Im letzten Jahrzehnt hat der Einsatz kollaborativer Roboter stark zugenommen. Diese können überall in einer Einrichtung stationiert werden, um Menschen bei ihrer Arbeit zu unterstützen, ohne sie in Gefahr zu bringen. Dieser Bereich der Robotik gilt als präziser und weicher als ein Industrieroboter. Dennoch ist dies nicht die sicherste Art, zerbrechliche Gegenstände zu transportieren.

Zerbrechlichkeit spüren

Lebensmittel und Glasflaschen sind zwei Beispiele für verderbliche Waren, die in E-Commerce-Fulfillment-Centern besondere Sorgfalt erfordern. Dadurch erreichen sie den Kunden im gleichen Zustand wie bei der Auslieferung. Menschen erledigen diese Aufgaben oft, weil sie ihre Bewegungen anpassen und verstehen können, wie viel Kraft sie auf jedes Produkt anwenden müssen. Beispielsweise müssen Sie mit einem Ei anders umgehen als mit einer Lebensmittelpackung.

Traditionell statten Ingenieure Roboter, die für heikle Pick-and-Place-Anwendungen eingesetzt werden, mit Silikongreifern aus. Diese Greifer können das Objekt greifen oder einklemmen und handhaben, ohne Schaden zu verursachen. Sie kombinieren oft Kameras und Sensoren und Programmierer programmieren sie für die Handhabung eines bestimmten Produkts, sodass eine Neuprogrammierung erforderlich ist, wenn sich das Produkt ändert.

Fortschritte in der Robotik haben das Potenzial, die Effizienz bei heiklen Pick-and-Place-Anwendungen zu steigern. Darüber sollten Unternehmen nachdenken, wenn sie mit den steigenden Verbraucheranforderungen Schritt halten wollen.

Treffen Sie Hank den Roboter

Das globale Entwicklungs- und Technologieberatungsunternehmen Cambridge Consultants hat einen Roboter entwickelt, der menschliche Berührungen nachahmen kann. Hank verwendet Sensoren und weiche Greifer, die durch den Luftstrom gesteuert werden.

Jeder seiner Finger wird einzeln gesteuert und reagiert auf die Rückmeldung durch Berührungssensoren. Diese Finger werden das Objekt lokalisieren. Von hier aus können sie ihre Position anpassen und sich um ein Objekt schließen, bis sie das Produkt „fühlen“ und greifen.

Hanks menschenähnliche Tastsensibilität ermöglicht es ihm, kleine, unregelmäßige und empfindliche Gegenstände ohne Umprogrammierung auszuwählen. Hank kann auch die aufgewendete Kraft steigern, wenn er merkt, dass ein Gegenstand abzurutschen droht, und so das Risiko von Bruchschaden reduzieren.

Wie eine zweite Haut

Das Hightech-Start-up-Unternehmen Wootzano hat eine elektronische Haut entwickelt, die Robotern so etwas wie einen Tastsinn verleiht. Wootzkin ist mit piezoelektrischen und piezoresistiven Sensoren ausgestattet. Sowie eingebettete Temperatursensoren, zur Messung von Kraft und Druck.

Dadurch erhält der Roboter Rückmeldung über Kraft, Temperatur, Druck und Feuchtigkeit. Auf diese Weise kann er lernen, mit den Produkten wie ein Mensch umzugehen.

Ein Roboter könnte also niemals in der Lage sein, auf dieselbe Weise zu fühlen wie ein Mensch. Das hindert Roboter jedoch nicht daran, Aufgaben zu erledigen, die eine menschliche Note erfordern. Neue Entwicklungen in der Robotik, wie Hank und Wootzkin, ermöglichen es den Herstellern, die Geschicklichkeit an automatisierten Fließbändern und in Lagerhäusern zu verbessern. Diese Fortschritte tun dies, ohne dass die Produktivität darunter leidet.

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