Datenerfassung auf die clevere Art

Obwohl Erdhörnchen zu den intelligentesten Tieren der Welt gezählt werden, halten sie rund neun Monate im Jahr Winterschlaf. Dies könnte ein Beweis dafür sein, dass Ruhe und Erholung die Energie für effizientes Arbeiten liefern.

Genau wie Erdhörnchen verbringen auch Energy-Harvesting-Sensoren nur einen geringen Teil ihrer Produktlebenszeit im Wachzustand. Diese Sensorart bleibt solange im Ruhezustand, bis dieser durch einen Auslöser unterbrochen wird – daher rührt ihre Fähigkeit, Energie zu sparen. Doch warum sollen Werksleiter diesen Sensoren den Vorzug gegenüber herkömmlichen, verkabelten Netzwerken geben?

Die Installation eines Sensorennetzwerks mithilfe von Kupferdraht, Leitungen und der unterstützenden Infrastruktur kann für Hersteller äußerst teuer werden, vor allem dann, wenn sie gerade erst damit anfangen, intelligente Technologie in ihre Fertigungsanlage zu integrieren. Auch wenn es für Sensoren drahtlose Protokolle wie z. B. ZigBee, Bluetooth und 6LowPAN gibt, die eine verkabelte Datenkommunikation überflüssig machen, müssen Sensoren dennoch irgendwie mit Energie versorgt werden. Häufig entscheiden sich Hersteller für den Batteriebetrieb. OnWorld Research prognostiziert für den erforderlichen Batterieaustausch jedoch Kosten in Höhe von einer Milliarde US-Dollar jährlich. Für die Industrie muss es eindeutig eine Alternative geben.

Energy-Harvesting-Sensoren werden durch bestimmte Arten von Energie betrieben, wie z. B. kinetische, Solar- und Wärmeenergie von einem bestimmten Maschinenteil, und nutzen diese für ihre Energiezufuhr. Demzufolge benötigen diese Sensoren keine Batterien, um Daten zu erhalten und zu verschicken.

Der Einsatz dieser Geräte innerhalb von Maschine-zu-Maschine-Sensornetzwerken (M2M-Sensornetzwerken) könnte den Bedarf an netzgebundener Elektrizität und Primärbatterien überflüssig machen und die Datenerfassung und -übertragung in Fertigungsanlagen wartungs-, batterie- und kabelfrei gestalten.

Im aktiven Zustand versenden Energy-Harvesting-Sensoren Messdaten an ein zentrales System, bevor sie wieder in den Ruhezustand wechseln.

Die Sensoren kommen bereits bei zahlreichen Anwendungen zum Einsatz – vorwiegend bei solchen, bei denen Ereignisse im Zusammenhang mit Belastung, Temperatur, Strömungen, Spannungen und Magnetfeldern überwacht werden müssen.  Sie wurden jedoch ursprünglich dazu entwickelt, um die Überwachung von Kugel- und Stellventilen im Rahmen von Antriebstests zur Prognose der Ventillebensdauer zu verbessern.

Energieernte ermöglicht den Einsatz umweltfreundlicher, sauberer Technologien, die den Energieverbrauch reduzieren und den Kohlendioxidausstoß reduzieren. Für Werksleiter könnte die Umstellung auf Sensoren dieser Art die Energiekosten reduzieren und zur Einhaltung von Energieeffizienzstandards wie ISO 14001 beitragen.

Werksleiter können diese Sensoren auch an bereits vorhandene Anlagen und Maschinen anpassen. Die Sensoren fungieren im Endeffekt als alleinstehende Komponenten und können an zahlreiche Maschinenteile – wie Ventilantriebe oder Motoren – angeschlossen werden.

Dies ermöglicht es Werksleitern, Maschinendaten zu erfassen, die in der Regel mit der Leistung zu tun haben und dazu genutzt werden können, Instandhaltungsmaßnahmen zu planen und Ausfälle zu identifizieren. Die Daten können demzufolge dazu beitragen, unnötige Ausfallzeiten zu vermeiden.

Falls Ausfälle doch einmal vorkommen oder Werksleiter schnellen Zugang zu Ersatzteilen benötigen, kann EU Automation dabei helfen. Durch die Zusammenarbeit mit einem Zulieferer von Automationsteilen müssen Sie den Betrieb Ihrer Anlage während der Beschaffung, Lieferung und Installation von Ersatzteilen nicht unterbrechen.

Erdhörnchen mögen zwar intelligent sein, doch sie können lediglich durch Duftmarkierungen und mithilfe ihres Schwanzes als Signalgeber kommunizieren. Zum Glück spricht EU Automation an seinen vier Standorten weltweit 50 Sprachen, sodass die Kommunikation mit Ihnen ein wenig eleganter abläuft.

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