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April 13, 2022

5 Min. lesen

Modernisierung Ihrer Prozesse durch innovative Digitalisierung.
Modernisierung Ihrer Prozesse durch innovative Digitalisierung.

Wie kleine Hersteller digitale Technologien einsetzen können

Industrie 4.0, oder die vierte industrielle Revolution, ist allgemein bekannt für ihren Vorstoß in Richtung Automatisierung und digitale Technologieanwendungen. Angesichts von Berichten der britischen Regierung aus dem Jahr 2017, aus denen hervorgeht, dass eine stärkere Digitalisierung der britischen Wirtschaft 455 Milliarden Pfund einbringen könnte, ist es keine Überraschung, dass Unternehmen versuchen, diese Veränderungen umzusetzen. Aufgrund der hohen Anfangskosten für die Einrichtung einer intelligenten Fabrik können viele kleine Hersteller jedoch nicht mit ihren größeren Konkurrenten mithalten.

Die industrielle Digitalisierung bietet den Herstellern enorme Vorteile – sie könnte nicht nur die Gewinne innerhalb eines Unternehmens steigern, sondern auch die Produktivität um 25 Prozent verbessern. Doch die Kosten, das Risiko, die Komplexität und der Mangel an anwendbaren digitalen Fähigkeiten machen es kleineren Herstellern schwer, diesen revolutionären Wandel umzusetzen. Wie können also kleine Fertigungsunternehmen mit der Konkurrenz mithalten?

Da viele Unternehmen in den letzten Jahren die Belastungen der COVID-19-Pandemie und der anschließenden wirtschaftlichen Instabilität zu spüren bekamen, wurde deutlich, dass diejenigen, die sich anpassen und schnell auf Veränderungen reagieren können, über Werkzeuge und Prozesse verfügen, die bei Veränderungen flexibel sind, und digitale Werkzeuge bieten diese Flexibilität.

Es gibt viele Tipps, wie kleine Hersteller diese Hindernisse überwinden können, wie z. B. klein anzufangen und sich auf die kleinen Veränderungen zu konzentrieren, die das Unternehmen ohne großen Aufwand umsetzen kann, anstatt auf die großen, teuren und aufwändigen Projekte, die möglicherweise erst nach vielen Jahren die ersten Gewinne generieren. So können Unternehmen beispielsweise kostengünstige Cobots wie den sechsachsigen Cobot-Arm Automata für 5.000 £ kaufen oder sie können Sensoren an älteren Geräten nachrüsten, um die Kosten zu senken. Die Implementierung vieler kleiner digitaler Änderungen kann die Wirkung einer großen Änderung haben, ohne die zusätzlichen Herausforderungen, die mit größeren Projekten verbunden sind, wie z. B. Integrationsprobleme, zusätzliche Schulungen und zusätzliche Wartung.

Eine weitere Möglichkeit, wie Unternehmen die Herausforderungen der Digitalisierung bewältigen können, ist die Befähigung ihrer Mitarbeiter. Der alte sog. „Command and Control“-Management-Stil ist lange überholt. Stattdessen arbeiten erfolgreiche Unternehmen nach hybriden Top-Down- und Bottom-Up-Ansätzen. Das bedeutet, dass die Arbeitgeber nicht mehr die Befehlskette hinaufgehen, um Probleme zu lösen, sondern die Personen, die dem Problem am nächsten sind, ermächtigen, eine Lösung zu finden und neue Ideen zu entwickeln, die mit der von der Führungsebene festgelegten übergeordneten Mission übereinstimmen. Dies kann dazu beitragen, die Arbeitsmoral und die Produktivität zu steigern und die Belastung der Manager zu verringern.

Die Lösung für den kleinen Geldbeutel

Diese Tipps sind nicht die einzige Möglichkeit, wie Hersteller die Digitalisierung umsetzen können. Professor Duncan McFarlane von der University of Cambridge gründete ein Programm am Cambridge's Institute for Manufacturing, das darauf abzielt, kleine Unternehmen in digitalen Technologien für die Fertigung zu schulen. McFarlane prägte dieses Programm „Digital Manufacturing on a Shoestring“. 

Diese „Digitale Fertigung für den kleinen Geldbeutel“ gilt als ein risikoarmer und kostengünstiger Ansatz für digitale Lösungen. Zur Erstellung dieses Programms hat das Team von McFarlane kostengünstige Technologien untersucht und klassifiziert, die dann in 59 digitale Lösungsbereiche eingeteilt wurden, die wiederverwendet, angepasst und kombiniert werden können. 

Einige der Lösungen in diesem Programm umfassen Mikrocomputer für Verbraucher, wie den Raspberry Pi, und kostengünstige Sensoren. Diese kostengünstigen Alternativen können in einem industrietauglichen Gehäuse untergebracht werden, das sie auf billigere Weise vor der Fabrikumgebung schützt. Mithilfe dieses Programms haben 14 Industriepartner erfolgreich ein Pilotprojekt mit einer Shoestring-Lösung gestartet oder abgeschlossen und dabei ein übzrwältigend positives Feedback gegeben. 

Auch wenn die industrielle Digitalisierung für kleine Unternehmen schwierig zu realisieren ist, ist sie nicht unmöglich. Mit hilfreichen Tipps und kostengünstigen Alternativen ist es für alle Fertigungsunternehmen an der Zeit, sich auf Industrie 4.0 einzustellen.

Weitere Informationen zu den neuesten Entwicklungen in der Fertigungsindustrie finden Sie im Wissenszentrum von EU Automation.

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