technologie

Januar 28, 2020

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Smartphones und Kreislaufwirtschaft

Smartphones und Kreislaufwirtschaft

Was passiert mit einem alten Smartphone, das nicht mehr benötigt wird? Nun, mit hoher Wahrscheinlichkeit wird es einfach irgendwo aufbewahrt. In einer von der Royal Society of Chemistry (RSC) durchgeführten Umfrage gaben 45 Prozent der britischen Haushalte an, dass sie zwei bis fünf ungenutzte elektronische Geräte zuhause hatten.

Neue Smartphones kommen in immer kürzeren Abständen auf den Markt, und daraus entsteht für Konsumenten ein Gefühl von Druck, der sie dazu drängt, immer das neueste Gerät zu besitzen. Und nicht nur das – Smartphone-Hersteller, darunter auch Samsung und Apple, wurden bereits wegen geplanter Obsoleszenz zu Strafzahlungen verurteilt – da sie Software-Updates angeboten hatten, die die Leistung ihrer Geräte beeinträchtigten, um die Kunden dazu zu motivieren, Neugeräte zu kaufen.

Eine Begleiterscheinung dieser Faktoren ist die Tatsache, dass etwa 40 Millionen ungenutzte Gadgets in den Schränken und Schubladen britischer Haushalte verstauben. Aus der RSC-Befragung ging auch hervor, dass es sich dabei nicht nur um Smartphones handelt: Ein Viertel der Teilnehmer gab an, auch einen ungenutzten Laptop aufzubewahren. In manchen Fällen wurden solche Geräte als Ersatz aufbewahrt, manche warteten auf ihren Verkauf, und einige der Teilnehmer wussten einfach nicht, wie sie ihre Elektro-Altgeräte recyclen sollten.

Eines der bedeutendsten Probleme an der Tatsache, dass Menschen alte Elektrogeräte horten, ist die Erschöpfung der Vorkommen von Edelmetallen wie Tantal, Indium und Yttrium. Das Recycling dieser Elemente würde die natürlichen Vorkommen dieser Ressourcen schonen und auch verhindern, dass ungenutzte Elektrogeräte auf Mülldeponien landen.

Komponenten und Kreislaufwirtschaft

Ebenso wie auf dem Smartphone-Markt hat sich auch in der Herstellungsbranche die Geschwindigkeit der technologischen Innovation erhöht und Produktlebenszyklen so stark verkürzt, dass Branchenfachleute unter Druck stehen, mehr Technologie für die Werkhalle zu erwerben.

Wenn eine Komponente ausfällt, gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder nutzt man die lineare Wirtschaft mit ihrem Ablauf von „Rohstoffbeschaffung, Herstellung, Nutzung und Entsorgung“, oder man entscheidet sich für die Möglichkeiten der Kreislaufwirtschaft. Stellen Sie sich vor, einer Ihrer Motoren funktioniert nicht mehr, da Komponenten aufgrund von Überspannung beschädigt wurden. Die lineare Vorgehensweise in einem solchen Szenario besteht darin, das alte Modell wegzuwerfen und als Ersatz ein brandneues Gerät zu kaufen. Im Rahmen der Kreislaufwirtschaft würde man die defekte Ausrüstung zu einem Recycling-Unternehmen bringen, das es zerlegen und die Teile recyclen kann. Wenn der fragliche Motor nicht zu stark beschädigt ist, könnten Sie ihn auch generalüberholen oder wiederaufbereiten lassen, wodurch er andernorts die Chance auf ein zweites Leben bekommt.

Außerdem müssen Sie sich Gedanken über die Beschaffung einer Ersatzkomponente machen. Auch wenn – vor allem bei obsoleten Motoren – die Bestellung von Ersatzteilen auf den ersten Blick wie die kompliziertere Lösung aussieht, kann Ihnen EU Automation dabei helfen. Ein zuverlässiger Anbieter von Automatisierungsausrüstung ist in der Lage, Ihnen einen generalüberholten Motor anzubieten, der sorgfältig entsprechend der originalen Spezifikationen wiederhergestellt wurde. Alternativ dazu könnten Sie auch einen aufgearbeiteten Motor erwerben, der einen weniger intensiven Überarbeitungsprozess durchlaufen hat. Solche Maschinen, egal, ob generalüberholt oder aufbereitet, haben strenge Qualitätssicherungsprozesse durchlaufen, um ihre Echtheit und ihren guten Zustand zu gewährleisten. So können beispielsweise mithilfe von Scan-Technologien sämtliche Unterschiede zwischen generalüberholten bzw. aufgearbeiteten Teilen und dem Goldstandard von Originalteilen erkannt werden, wodurch die Korrektur etwaiger Abweichungen möglich gemacht wird.

Und da diese Vorgehensweise immer häufiger zum Einsatz kommt, werden mittlerweile Automatisierungsanlagen – und bis zu einem gewissen Grad auch Smartphones – nach dem Prinzip der Kreislaufwirtschaft entwickelt und konstruiert. Das bedeutet, dass es immer einfacher und rascher möglich ist, solche Geräte zu zerlegen und wieder zusammenzubauen.

Und da Sie nun die erschreckende Smartphone-Statistik von RSC kennen, ziehen vielleicht auch Sie eher in Betracht, ihre Altgeräte zu recyclen. Entscheiden Sie sich nicht nur bei Ihren Smartphones, sondern auch in Bezug auf Ihre Automatisierungsbauteile für einen zirkulären Ansatz. Sie werden es nicht bereuen.

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