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Juli 18, 2018

4 Min. lesen

Sicher ist sicher!

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Alarmanlagen, Kameraüberwachung, Sicherheitsschlösser, hohe Zäune, alles das setzen Privatleute ein, um ihr Zuhause zu schützen. Wenn es jedoch um den Schutz intelligenter Fabriken geht, ist es nicht ganz so einfach, kompetente Beratung zu bekommen.

In vernetzten Fabriken haben Hersteller Zugang zu ständigen Datenströmen von der Fabrikhalle, vom Vertrieb und von der Versorgung. Das Internet der Dinge (IoT) erzeugt Unmengen an Daten, die von Maschinen und Bauteilen gesammelt werden. Auf viele dieser Daten ist ein Remote-Zugriff möglich und sie können aus der Ferne analysiert werden.

Auch wenn diese Technologie zahlreiche Vorteile bietet, bringt die Konnektivität auch Schwachstellen im Bereich Cybersicherheit mit sich. Auch wenn die Informationstechnologie (IT) und die Operative Technologie (OT) enger vernetzt sind als jemals zuvor, sind die Systeme von heute anfälliger für Angriffe von außen. Durch Remote-Zugriff und Zugriff durch Dritte haben die Risiken zugenommen.

In einem Artikel der Fachzeitschrift Dark Reading heißt es, dass die Industrie mit den zweitmeisten Cyberangriffen die Fertigungsindustrie ist, direkt hinter dem Gesundheitswesen. Bei groß angelegten Ransomware-Angriffen wie bei WannaCry, die auch bei Großunternehmen wie Honda zu Störungen geführt haben, wissen die Hersteller ganz genau, dass sie auf der Hut sein müssen.

Die Cyber-Kriminalität in der Fertigungsindustrie zeigt sich vor allem in den Formen des Datendiebstahls, der Ransomware und Datenmanipulation. Hacker sind in der Lage, Arbeitsabläufe zu manipulieren und die Produktionsverfahren zu stören, sie können auf sensible Patentdaten zugreifen und einen Ausfall von Systemen bewirken. All diese Angriffe können für die Unternehmen hohe Schäden verursachen.

Engineering-Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihr operativer Betrieb, ihre Daten und ihre wertvollen geistigen Eigentumsrechte zuverlässig geschützt sind. Die Unternehmen müssen ihre eigenen Grenzen, Fähigkeiten und Systeme kennen, um eine gut durchdachte Strategie für die Cybersicherheit zu entwickeln.

Insbesondere Legacy-Geräte und -Anlagen stehen im Fadenkreuz der Cyber-Kriminellen. Ältere Geräte und Anlagen wurden seinerzeit nicht dazu konzipiert, mit dem Internet verbunden zu werden. Das bedeutet, dass die Cybersicherheit bei der Entwicklung keine Priorität war. Industrielle Steuerungssysteme und speicherprogrammierbaren Steuerungen (SPS) wurden daher zu beliebten Zielen.

Schutz des operativen Betriebs

Der erste Schritt im Bereich Cybersicherheit ist die Beurteilung des eigenen digitales Footprints, sowie das Verständnis dafür, welche Daten Sie erheben und speichern. Beim Updating und/oder Upgrading Ihrer Systeme muss der gesamte Footprint berücksichtigt werden. Dazu gehören auch persönliche Geräte wie Smartphones, Tablets und Laptops, deren Nutzung innerhalb Ihres Netzwerks gestattet ist.

Hersteller müssen in Sachen Cybersicherheit einen proaktiven Ansatz verfolgen. Dazu gehört unter anderem eine Firewall, aber auch die Netzwerküberwachung. Durch die aufmerksame Überwachung der Aktivitäten im Netzwerk können ungewöhnliche Aktivitäten als verdächtig ermittelt werden, was dazu beiträgt, dass Sie Risiken schneller erkennen können.

Unternehmen sollten auch erwägen, ihre Netzwerke zu segmentieren, und den Zugriff darauf auf das notwendige Maß einzuschränken. Je mehr Verbindungspunkte es gibt, desto höher sind die Risiken. Der Vorteil eines segmentierten Netzwerks besteht also darin, den Schaden im Falle einer Verletzung der Datensicherheit zu begrenzen.

Der Schutz intelligenter Fabriken vor Cyber-Kriminellen ist zwar nicht so einfach, wie Ihr Zuhause vor Einbrechern zu schützen, ist aber mindestens genauso wichtig, damit Ihr operativer Betrieb zuverlässig geschützt ist.

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