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März 16, 2022

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Lebenszyklus-Management Ihrer Komponenten.
Lebenszyklus-Management Ihrer Komponenten.

Obsoleszenzmanagement ‒ weshalb Sie nichts mehr aufschieben sollten

Es kommt bei uns allen hin und wieder vor, dass wir Aufgaben vor uns herschieben, mit denen wir uns nicht beschäftigen wollen. Statistiken deuten darauf hin, dass Prokrastination eine sehr verbreitete Angewohnheit ist, da 25 Prozent der erwachsenen Bevölkerung nach eigenen Angaben an Aufschieberitis leiden. Wenn es jedoch um industrielle Ausrüstung geht, gibt es einige Dinge, die einfach nicht aufgeschoben werden können.

Industrieanlagen sind jahrzehntelang in Betrieb, weshalb einige in den 1980er-Jahren installierte Steuerungssysteme noch heute zuverlässig betrieben werden. Allerdings kann Altausrüstung einige Herausforderungen mit sich bringen, die sorgfältig angegangen werden müssen, bevor es zu einer Katastrophe kommt. Dazu ist es von entscheidender Bedeutung, die Lebenszyklen der Ausrüstung im Auge zu behalten und auf die Risiken im Zusammenhang mit alternden Systemen zu achten.

Wie bei allen Aufgaben, die eine sorgfältige Planung erfordern, könnten Hersteller versucht sein, wichtige Maßnahmen aufzuschieben, mit der Folge, dass ihre Anlagen auf einen Ausfall zusteuern. Unserer Erfahrung nach ist dies nicht auf Nachlässigkeit zurückzuführen, sondern auf den Druck, die Produktion am Laufen zu halten, um immer knappere Fristen einzuhalten. Dabei wissen die Instandhaltungstechniker möglicherweise, dass ein wichtiges Gerät das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat, doch das Unternehmen hat möglicherweise keine konkreten Pläne, um die Probleme anzugehen und zu lösen, die zwangsläufig auftreten werden.

Das erste Problem besteht darin, dass weniger Ersatzteile für Altausrüstung verfügbar sind, sobald neuere Modell auf den Markt kommen. In diesem Fall müssen Hersteller mit einem Zulieferer zusammenarbeiten, der sich auf obsolete Automatisierungskomponenten spezialisiert hat, um das Risiko zu vermeiden, aus unzuverlässigen Quellen zu kaufen. 

Genau wie Ersatzteile, können auch Fähigkeiten obsolet werden. Ein weiteres häufiges Problem liegt darin, dass es mit zunehmendem Alter der Maschinen schwieriger wird, Mitarbeiter und externe Experten zu finden, die Sie bei ihrer Instandhaltung beraten und unterstützen können. Schließlich kann auch die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften zu einem Problem werden, da sich die Anforderungen an Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit, Energieeffizienz und Emissionen im Laufe der Zeit ändern. 

Handeln Sie jetzt

Die Überwachung der Lebenszyklen der Ausrüstung und das Wissen, welche Anlagen eine kritische Phase ihrer aktiven Lebensdauer erreicht haben, können Hersteller dabei unterstützen, für die Zukunft zu planen. Diese Informationen unterstützen zum Beispiel die Entscheidungsfindung in Bezug auf Instandhaltung, Aufbereitung und Ersatz von Geräten, die sich im jährlichen Ausgabenetat widerspiegeln sollten, sodass Hersteller unerwartete Ausgaben vermeiden können, wenn Altausrüstung ausfällt.

Die aktive Lebenszyklusüberwachung beginnt mit einem vollständigen Anlagen-Audit. Hersteller sollten das Installationsdatum jeder Maschine, deren erwartete Lebensdauer, die auf Daten des Originalherstellers (Original Equipment Manufacturers, OEM) basieren sollte, und ihren aktuellen Zustand aufzeichnen. Allein diese Informationen können die Grundlagen für ein einfaches Obsoleszenzmanagement-Programm bilden. 

Zusätzliche Informationen, wie beispielsweise frühere Reparaturen, Betriebskosten und Energieverbrauch, können dazu beitragen, weitere Erkenntnisse zu gewinnen, darunter die Berechnung der Gesamtkosten des Betriebs (TCO) und deren Vergleich mit denen anderer verfügbarer Modelle. 

Diese Informationen können einfach in einer Excel-Tabelle zusammengefasst werden, um umfassende Instandhaltungsabläufe zu planen und ungeplante Stillstandszeiten zu vermeiden. Bei der Arbeit mit Altausrüstung kann es jedoch vorkommen, dass eine regelmäßige Instandhaltung nicht ausreicht, und Hersteller sollten darauf vorbereitet sein, falls Ihre Anlagen ausfallen. Aus diesem Grund ist es auch ratsam, Informationen hinzuzufügen, die bei Notfallreparaturen hilfreich sein können, wie etwa die Kontaktangaben von Zulieferern, die bei Bedarf schnell Ersatzteile liefern können. 

Diese einfachen Schritte erfordern vielleicht einige Tage intensiver Planung, aber so können Sie Millionen an ungeplanten Stillstandszeiten vermeiden. Prokrastination mag eine verbreitete menschliche Neigung sein, doch im Obsoleszenzmanagement ist dafür kein Raum. 

Weitere Tipps zur Managen industrieller Altausrüstung und zur Auswahl aus einem riesigen Angebot neuer, generalüberholter und obsoleter Ersatzteile finden Sie auf www.euautomation.com.

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