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Juli 20, 2021

5 Min. lesen

So schaffen Sie die erfolgreiche Skalierung Ihres Fertigungsunternehmens
So schaffen Sie die erfolgreiche Skalierung Ihres Fertigungsunternehmens

Ist es an der Zeit für eine Skalierung?

Kleinserienfertigung hat ihre Vorteile, denn sie erlaubt agile und flexible Produktion sowie einfache Produktanpassung. Sind die Produkte jedoch einmal perfektioniert und die dazugehörigen Prozesse optimiert, möchten Hersteller möglicherweise nach oben skalieren und eine wirklich globale Kundenbasis ansprechen.

Laut den jüngsten Daten des International Council for Small Business (ICSB) machen Kleinst-, Klein- und Mittelbetriebe mehr als 90 Prozent aller Unternehmen aus und sind für 70 Prozent aller Arbeitsplätze sowie 50 Prozent des weltweiten BIP verantwortlich. Kleinunternehmen leisten außerdem einen Beitrag zur Entwicklung innovativer Spitzentechnologien – sie verfügen zwar nicht über so beachtliche Budgets für Forschung und Entwicklung wie weltweit tätige Konzerne, doch das Ausmaß ihrer betrieblichen Tätigkeiten und die verhältnismäßig niedrigen unternehmensinternen bürokratischen Hürden erlauben oft eine raschere Umsetzung neuer und innovativer Prozesse.

Die Skalierung kleiner Fertigungsunternehmen ist allerdings bekanntermaßen schwierig. Die traditionellen Herausforderungen beim Wachstum eines Unternehmens, wie beispielsweise der Kauf von Ausrüstung, die Ausweitung von Produktionsflächen und die Rekrutierung talentierter Mitarbeiter sind an die Notwendigkeit gekoppelt, das ursprüngliche Qualitätsniveau zu halten und auch in der Großserienfertigung konsistent aufrechtzuerhalten.

EU Automation begann vor etwa zehn Jahren als Kleinunternehmen und konnte sich im Lauf der Zeit einen hervorragenden Ruf in der internationalen Automatisierungsszene sowie eine wahrhaftig globale Marktpräsenz erarbeiten. Im Folgenden finden Sie nun drei Tipps für Unternehmer in der Fertigungs- und Automatisierungslandschaft, die es uns gleichtun möchten.

Qualität

Grundvoraussetzung für eine Hochskalierung ist zunächst ein erstklassiges Produkt. Allerdings ist es aufgrund der großen Anzahl der zu berücksichtigenden Variablen oft schwierig, die ursprüngliche Produktqualität in größeren Fertigungsserien aufrechtzuerhalten. Beispielsweise ist es beim Einsatz additiver Fertigungsprozesse bekanntermaßen schwierig, in der Großserienfertigung für Konsistenz zu sorgen. Das Ausmaß der nötigen manuellen Nachbearbeitung kann im Rahmen einer Produktionsskalierung ebenfalls problematisch sein.

Doch fehlerhafte Produkte können den Ruf eines Unternehmens rasch ruinieren, besonders in Phasen rascher Expansion. Mangelnde Qualität führt auch zu Nacharbeitskosten, überhöhten Lagerbeständen, Strafzahlungen, verspäteten Lieferungen und zum Verlust von Geschäftsgelegenheiten.

Die Investition in automatisierte Qualitätssicherungslösungen kann den Schlüssel zur Minimierung dieser Kosten darstellen und Unternehmen dabei unterstützen, sich einen guten Ruf in puncto Qualität und Vertrauenswürdigkeit aufzubauen. Für Hersteller, die ihre Produktionslinien oft neu konfigurieren müssen und nicht über die finanziellen Ressourcen verfügen, eine maßgeschneidert angefertigte Lösung für Maschinelles Sehen in Auftrag zu geben, können flexible und rentable Lösungen wie beispielsweise einsatzfertige Systeme für Autonomes Maschinelles Sehen, eine ideale Lösung darstellen.

Schulungen

Für eine Hochskalierung ist es notwendig, bekannte und bewährte Verfahren zu replizieren, für die spezielle Kompetenzen und Fertigkeiten erforderlich sind. Dabei ist es von grundlegender Bedeutung, dass das Unternehmen – und nicht nur ein einzelner Mitarbeiter – über die dafür notwendige Expertise verfügt. Unglücklicherweise ist fertigungsspezifisches Fachwissen oft nur in den Köpfen der erfahrensten Mitarbeiter zu finden und wird nicht systematisch weitergegeben.

Die Einrichtung eines formellen Schulungsprozesses schützt Unternehmen vor dem potenziellen Verlust zentraler Mitarbeiter und erlaubt es, Prozesse konsistent zu replizieren und das Qualitätsniveau zu halten, egal, welche Mitarbeiter welche Aufgabe ausführen. So können Unternehmen zum Beispiel Standardverfahren und Checklisten zur Fehlerbehebung an kritischer Ausrüstung einführen, statt diese Aufgabe automatisch dem erfahrensten Mitglied des Instandhaltungsteams zuzuweisen.

Automatisierung

Die Kosten und das technische Fachwissen, die mit der Automatisierung der Produktion verbunden sind, können für kleine Hersteller einschüchternd sein. Doch Hochskalierung ist nicht immer gleichbedeutend mit enormen Produktionsflächen und brandneuer Ausrüstung.

Repetitive Aufgaben wie Kommissionieranwendungen können mithilfe kompakter kosteneffizienter und einfach zu programmierender Cobots unkompliziert automatisiert werden. Das Modell „Eva“ des in London ansässigen Start-up-Unternehmens Automata kostet weniger als 5.000 GBP und lässt sich mithilfe der im Arm verbauten Schaltflächen und einer benutzerfreundlichen graphischen Software problemlos einrichten.

Auch das Nachrüsten des Altausrüstungsbestands mit intelligenten Sensoren ist eine hervorragende Möglichkeit, um Maschinen auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen, ohne sich dafür finanziell ruinieren zu müssen. Intelligente Sensoren sammeln Daten, die für die prädiktive Instandhaltung genutzt werden können, was wiederum die Gesamtkosten des Betriebs (Total Cost of Ownership, TCO) von Maschinen senkt, die aufgrund der Notwendigkeit zur Steigerung von Produktionsvolumen und Produktionsgeschwindigkeit intensiver genutzt werden als in der Vergangenheit.

Effiziente Maßnahmen zur Qualitätssicherung, angemessen geschulte und ausgebildete Mitarbeiter und kosteneffiziente, aber wirkungsvolle Automatisierungstechnologien sind der Schlüssel zum Erfolg bei der Skalierung kleiner Fertigungsbetriebe.

Weitere Produktionstipps finden Sie in unserer  kostenlosen Ressourcensammlung, dem Wissenszentrum.

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