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Mai 08, 2019

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Ist das BYOD Konzept in gefährlichen Umgebungen anwendbar?

Ist das BYOD Konzept in gefährlichen Umgebungen anwendbar?

Vor nur 20 Jahren war mobile Technologie für die meisten von uns einfach nur eine neumodische Spielerei. Heute, im Jahr 2019, besitzen geschätzte 62,9 Prozent der Weltbevölkerung ein Mobiltelefon. Smartphones, Tablets und sogar Smartwatches helfen uns dabei, unseren Alltag zu organisieren und uns zu vernetzen - und das geht so weit, dass unsere privaten Endgeräte Einzug in unser Berufsleben halten.

Der begriff „Bring Your Own Device“ (BYOD) wurde zum ersten Mal im Jahr 2009 verwendet, als Intel erkannte, dass immer mehr Mitarbeiter ihre eigenen Smartphones, Tablets und Laptop-Computer zur Arbeit mitbrachten und sich damit im Firmennetzwerk anmeldeten. Seitdem haben einige Unternehmen wie zum Beispiel die US-amerikanische Equal Employment Opportunity Commission und Unisys diese Vorgehensweise übernommen.

Eine BYOD-Strategie bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich, insbesondere in Bezug auf die Produktivität. Die Mitarbeiter kennen sich auf ihren eigenen Geräten besser aus, was die benutzerfreundliche Verwendung verbessert. Außerdem lässt sich durch den Wegfall der Notwendigkeit für den Datentransfer zwischen Geräten Zeit sparen. Darüber hinaus verschafft das BYOD-Konzept der IT-Abteilung des Arbeitgebers mehr Freiräume, da sie sich nicht mehr damit beschäftigen muss, eine Vielzahl von Geräten auf dem neuesten Stand zu halten.

Doch BYOD hat auch seine Schattenseiten. Die wohl offensichtlichste davon ist das potenzielle Sicherheitsrisiko, das entsteht, wenn firmenexterne Geräte mit Systemen interagieren, in denen potenziell vertrauliche Daten gespeichert sind. Glücklicherweise sind IT-Abteilungen mittlerweile gut gerüstet für die Handhabung von BYOD-Strategien und den Umgang mit erhöhten Risiken in puncto Cybersicherheit, die damit verbunden sind. Doch lassen sich solche Strategien auch in rauen Industrieumgebungen anwenden, wie beispielsweise in chemischen Verarbeitungsanlagen oder in Maschinenhallen?

Moderne, smarte Geräte verfügen oft über eine schier unglaubliche Anzahl von Features und Funktionen. Langlebigkeit zählt jedoch nicht unbedingt zu den Stärken solcher Geräte. In einer rauen Umgebung können Geräte Lösungsmitteln, Säuren, Staub, Metallspänen und starken Vibrationen ausgesetzt sein. Wenn in solchen Umgebungen ein BYOD-Konzept eingesetzt werden soll, müssen die Geräte irgendwie geschützt werden.

Dies kann zum Beispiel durch die Bereitstellung von Schutzhüllen geschehen. Diese müssen optimalen Schutz für das Gerät bieten und trotzdem nach wie vor seine Bedienung ermöglichen. In den rauesten Umgebungen müssen Mitarbeiter dicke Handschuhe tragen, was die Bedienung moderner Geräte, die üblicherweise per Touchscreen erfolgt, unmöglich macht.

Ein weiteres mögliches Problem, insbesondere in medizinischen oder chemischen Umgebungen, ist das erhöhte Risiko für Kreuzkontamination, das durch Privatgeräte entsteht. Jeder weiß, wie verlockend es sein kann, nur einmal schnell einen Blick auf das Telefon zu werfen, wenn wir es bei uns tragen. Es kann genügen, einmal geistesabwesend mit einem behandschuhten Finger auf den Touchscreen zu tippen, und eine komplette Produktcharge muss entsorgt werden.

Diese Herausforderungen müssen wir überwinden, bevor BYOD in gefährlichen Umgebungen zu einer gängigen Alltagslösung werden kann. Auf dem Weg dorthin können wir uns auf herkömmliche Technologie wie Industrie-PCs verlassen. Egal, in welcher Branche, an welchem Standort oder in welcher Umgebung Sie arbeiten, EU Automation unterstützt Sie gerne bei der Beschaffung der industriellen Automatisierungsbauteile, die Sie für den Betrieb Ihrer Anlagen benötigen.

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