technologie

April 21, 2020

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Umsetzung einer Obsoleszenzmanagement-Strategie
Umsetzung einer Obsoleszenzmanagement-Strategie

In drei Schritten zu einer effizienten Obsoleszenzmanagement-Strategie

Laut einer Studie der ARC Advisory Group nutzen 90 Prozent aller Hersteller ihre Automatisierungsausrüstung über deren Obsoleszenzgrenze hinaus, doch nur 58 Prozent von ihnen haben einen formalen Plan zur Überwachung und möglichen Verlängerung der Nutzungszeit ihrer Ausrüstung erarbeitet. 

Unternehmen, die Altausrüstung verwenden, ohne über einen Plan zum Management von für solche Ausrüstung im „Seniorenalter“ typischen Problemen zu verfügen, sehen sich unausweichlich mit verschiedensten Risiken konfrontiert. Das häufigste Risiko sind lange und kostenintensive Stillstandszeiten. Ein weiterer häufiger Problembereich, insbesondere in Sektoren wie der Rüstungsindustrie oder der Pharmabranche, ist die Verpflichtung, eine zunehmende Fülle an Sicherheits- und Umweltschutzvorschriften einzuhalten - und bei älteren Maschinen besteht das Risiko der Nichteinhaltung solcher Vorschriften. 

Durch die Erstellung und Umsetzung einer Obsoleszenzmanagement-Strategie können sich Hersteller auf den Umgang mit potenziellen Problemen vorbereiten und sicherstellen, dass sie das Optimum aus ihrer Ausrüstung herausholen und dabei Kosten sparen. Zu wissen, wo man beginnen sollte, kann jedoch bei der großen Menge an Ausrüstung in einer Produktionsanlage schwierig sein. Worauf sollten Sie also bei der Erstellung Ihrer eigenen Obsoleszenzmanagement-Strategie achten? 

Der erste Schritt besteht darin, Ihre Ziele zu definieren. Sie sollten verstehen, was das endgültige Ziel Ihrer Obsoleszenzmanagement-Strategie sein sollte und Obsoleszenzrisiken bewerten, indem Sie jene Komponenten identifizieren, die Ihrer Aufmerksamkeit am dringendsten bedürfen. Wie alt sind sie? Zeigen sie offensichtliche Anzeichen von Beschädigung? Sind irgendwelche dieser Komponenten bereits obsolet? Gibt es verfügbare Software-Updates? Das sind einige der Fragen, die Sie in der ersten Phase klären müssen. 

An zweiter Stelle steht die Recherche. Sammeln Sie spezifische Informationen zur Lebensdauer der Ausrüstung von der Website des jeweiligen Herstellers sowie aus sämtlichen Benachrichtigungen, die Sie erhalten haben, und fordern Sie Informationen zur Verfügbarkeit von Ersatzteilen an. Erstellen Sie eine Liste aller Teile, die bereits obsolet sind oder bald obsolet werden könnten, und ziehen Sie in Betracht, für solche Hochrisiko-Teile mehrere Ersatzteile zu erwerben.

Zu guter Letzt gilt es, Ihr neu erworbenes Wissen in einem einfach zugänglichen Format zu organisieren. Dabei kann es sich um ein einfaches Tabellenarbeitsblatt handeln, auf dem Problembereiche hervorgehoben sind und das Vorschläge zur Vorgehensweise liefert. In einem Notfall erspart der rasche und einfache Zugang zu diesen Informationen teure Stillstandszeiten. Vergessen Sie nicht, Ihr Tabellenarbeitsblatt stets aktuell zu halten, denn Obsoleszenzmanagement ist ein kontinuierlicher Prozess. 

Obsoleszenzmanagement ist eine Vollzeit-Herausforderung, und im Voraus zu planen ist die beste Methode, um sicherzustellen, dass Ihre Altausrüstung so lange wie möglich einsatz- und betriebsbereit bleibt.

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