technologie

März 06, 2017

3 Min. lesen

Fallstricke der Cybersicherheit

Fallstricke der Cybersicherheit

Wie IBM berichtet, handelt es sich beim verarbeitenden Gewerbe im Jahr 2016 um die am zweithäufigsten von Cyberattacken betroffene Branche. Da jede Woche neue Ransomware und andere Schadprogramme entwickelt werden, stellt sich die Frage, worauf Hersteller im neuen Jahr besonders Acht geben sollten.

Im Folgenden erörtert EU Automation dem Zulieferer für obsolete Automationskomponenten, drei Fallstricke in Sachen Cybersicherheit, gegen die sich die Branche wappnen sollte.

Aus Alltagsgeräten werden Cyber-Waffen

Zu den Vorteilen, die intelligente Geräte durch den Zugriff auf Daten bieten, gehören Zustandsüberwachung, prädiktive Analytik und prädiktive Instandhaltung. Sie alle können Herstellern Geld sparen.

In letzter Zeit haben Cyberattacken jedoch gezeigt, dass diese vernetzten Geräte schnell zu Waffen werden können, die darauf programmiert sind, jedes Unternehmen empfindlich zu treffen und Fertigungsstätten lahmzulegen. Vor nicht allzu langer Zeit fielen einige der am häufigsten aufgerufenen Websites der Welt, darunter Twitter, Reddit und AirBNB, einem Distributed-Denial-of-Service-Angriff (DDOS-Angriff) zum Opfer.

Solche Zwischenfälle sind ein eindeutiges Alarmsignal dafür, dass Hersteller ihre Produktionsstraße mit einem separaten, hochsicheren Netzwerk betreiben sollten. Für Hersteller, die vernetzte Geräte nutzen, ist Cybersicherheit sogar noch wichtiger. Daher sollten sie regelmäßig Cybersicherheitsprüfungen durchführen und dafür sorgen, dass die Sicherheitsprotokolle immer auf dem neuesten Stand sind.

Die Oldies dürfen nicht außer Acht gelassen werden

Dem Herstellerbericht 2016 zufolge sind Hersteller anfälliger für ältere Attacken wie Heartbleed und Shellshock. Hierbei handelt es sich um erhebliche Schwachstellen in der OpenSSL-Kryptografie, die es Angreifern ermöglichen, Korrespondenz abzufangen und Nutzerdaten auf direktem Weg zu stehlen.

Industrielle Computersysteme werden in der Regel nicht so häufig aktualisiert oder ersetzt wie Verbrauchertechnologie, was bedeutet, dass bei einigen nach wie vor OpenSSL-Software installiert ist. Mittlerweile ist jedoch eine verbesserte Version veröffentlicht worden, mit der Hersteller diese Art von Angriffen vermeiden können, indem sie einfach ihr System aktualisieren.

Industrielle Steuerungssysteme

Hersteller sind sich der Tatsache bewusst, dass sie ihre Netzwerke und Systeme vor Angriffen schützen müssen. Ihre industriellen Steuerungssysteme stellen jedoch ebenfalls ein Risiko dar. Wenn Angreifer mithilfe von Ransomware die Computer von Fertigungsanlagen lahmlegen, könnte dies zu langen Ausfallzeiten, Produktionsverlusten und unbrauchbaren Produkten führen.

Dies ist vor allem in Zeiten von Industrie 4.0 der Fall, in denen Geräte vernetzt und Verfahren automatisiert sind. Eine der effizientesten Methoden, automatisierte Fertigungssysteme zu schützen, ist Zellschutz. Diese Art der Abwehr zeigt vor allem bei Man-in-the-Middle-Attacken Wirkung, bei denen der Angreifer dazu in der Lage ist, im Zusammenhang mit Kommunikationssystemen Nachrichten zu überwachen, zu verändern und einzuspeisen.

In dem Bericht von IBM heißt es weiter, dass die Sensibilisierung in Sachen Cybersicherheit im verarbeitenden Gewerbe geringer ausfällt als in anderen Sektoren. In Wirklichkeit ist es so, dass jedes Unternehmen ins Zielvisier einer Cyberattacke geraten kann. Die einzige Möglichkeit, eine Verletzung der Cybersicherheit zu vermeiden, ist Vorausplanung und Vorbereitung auf das Unerwartete.

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