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Dezember 01, 2021

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Nachhaltigkeitsziele kommunizieren, um Mitarbeiter zu finden und zu binden.
Nachhaltigkeitsziele kommunizieren, um Mitarbeiter zu finden und zu binden.

Einbeziehung von Mitarbeitern in die nachhaltige Fertigung

Abschalten der Klimaanlage, Begrenzung des Druckaufkommens, Mülltrennung – das sind alles gute Tipps für Büroangestellte, aber was ist mit der Werkshalle? Die Ressourcen für die Einbindung von Mitarbeitern in grüne Initiativen konzentrieren sich in der Regel auf die Angestellten, aber die Einbindung der Produktionsabteilungen ist genauso wichtig.

Die Welt blickte gespannt auf die COP26, die 26. UN-Klimakonferenz, die dieses Jahr in Glasgow stattfand. Ziel der Konferenz war es, die Umsetzung von Strategien zu beschleunigen, die weltweit dazu beitragen werden, die ehrgeizigen Ziele des Pariser Abkommens zu erreichen, einschließlich der Realisierung des Netto-Null-Emissionsziels bis 2050.

Während die Mehrheit der Verbraucher bereits einen nachhaltigeren Lebensstil pflegt, müssen auch Hersteller ihren Teil dazu beitragen, um sicherzustellen, dass Produktivitätsziele erreicht werden, ohne den bereits besorgniserregenden Klimanotstand zu verschlimmern.

Um dies zu erreichen, müssen grüne Initiativen unternehmensweit umgesetzt werden, ohne Silos und Trennungen zwischen Teams und Abteilungen. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass alle an Bord sind und sich voll und ganz für eine nachhaltige Agenda einsetzen, unabhängig von ihrer Position oder der Dauer ihrer Betriebszugehörigkeit. Was können Hersteller also tun, um ihre Mitarbeiter in der Fabrik in ihre Umweltinitiativen einzubinden?

Ein klarer Plan

Die Motivation fällt uns schwer, wenn wir nicht wissen, welchen Wert unsere Arbeit hat. Um ihre Mitarbeiter mit ins Boot zu holen, müssen Hersteller daher sicherstellen, dass diese die vom Unternehmen angestrebten Nachhaltigkeitsziele kennen.

Wenn Manager sich beispielsweise dazu entschließen, alle Motoren der Fabrik mit drehzahlgeregelten Antrieben (VSDs) und Softstartern auszustatten, um den Energieverbrauch zu senken, kann die Implementierung und Wartung dieser Geräte zusätzliche Arbeit für die Mitarbeiter bedeuten. Wenn die Mitarbeiter jedoch wissen, dass das Unternehmen eine Senkung des Energieverbrauchs um 20 Prozent anstrebt und VSDs und Softstarter einen wesentlichen Beitrag zu diesem Ziel leisten, werden sie das Gesamtbild verstehen und sich als Teil der kollektiven Bemühungen zur Verbesserung der CO2-Bilanz der Fabrik fühlen.

Das Informieren über die Nachhaltigkeitsziele ist auch wichtig, wenn es darum geht, Mitarbeiter zu finden und zu binden. Millennials- und Gen-Z-Kandidaten sind sich des Klimanotstands zunehmend bewusst und wollen für Unternehmen arbeiten, denen ihre Zukunft am Herzen liegt.

Datenschulung

Wenn Sie Ihre Mitarbeiter schulen, damit sie den Wert von Big Data verstehen und wissen, warum das Unternehmen diese Daten sammelt, ist dies ein wichtiger Beitrag zu Ihrer Nachhaltigkeitsagenda. Durch die Ermittlung von Mustern und die Extraktion wertvoller Informationen aus Rohdaten können die Mitarbeiter in der Fabrik dazu beitragen, Entscheidungen zu treffen, die den ökologischen Fußabdruck der Fabrik verringern.

Wenn zum Beispiel ein Maschinenbediener feststellt, dass der Elektromotor einer Industriepumpe mehr Energie verbraucht als er sollte, kann er den Wartungsleiter auf eine mögliche Blockade der Pumpe aufmerksam machen. Auf diese Weise könnte der Motor gerettet werden und nicht auf einer Mülldeponie landen, was zur Verringerung des Elektroschrotts beiträgt und gleichzeitig den Energieverbrauch der Anlage reduziert.

Maschinen als Gemeingut

Im Jahr 2018 wurden weltweit 49,8 Millionen Tonnen Elektroschrott produziert. Wenn wir weitermachen, wie bisher, könnte diese Menge bis 2050 auf 120 Millionen Tonnen ansteigen. Die Hersteller müssen ihren Teil dazu beitragen, dass Industriegeräte nicht vorzeitig auf der Mülldeponie landen.

So sollten Mitarbeiter beispielsweise darin geschult werden, einfache Wartungsarbeiten durchzuführen, die dazu beitragen, die vorhandenen Maschinen so lange wie möglich in Betrieb zu halten, wie etwa die regelmäßige Reinigung der Filter und Gehäuse von Elektromotoren, um die Ansammlung von Staub und Schmutz zu vermeiden.

Wir sollten den Gedanken fördern, dass ältere Maschinen, sofern sie noch den aktuellsten Vorschriften zum Energieverbrauch entsprechen, mit Hilfe eines zuverlässigen Lieferanten von Automatisierungsteilen leicht repariert werden können, und dass es keinen Grund gibt, die Systeme von Fabriken aufzurüsten, wenn diese noch die gewünschten Standards erfüllen.

Wenn die Mitarbeiter in der Werkshalle ein klares Bild von den Nachhaltigkeitszielen der Fabrik haben, können sie einen enormen Beitrag leisten, indem sie Ineffizienzen erkennen und sich um die Instandhaltung der Anlagen kümmern, um deren Lebensdauer zu verlängern.

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