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Mai 19, 2021

5 Min. lesen

Sollten Hersteller einen Sprint einlegen und in neue Automatisierungstools investieren?
Sollten Hersteller einen Sprint einlegen und in neue Automatisierungstools investieren?

Digitalisierung: Marathon oder Sprint?

Obwohl der Begriff er „Industrie 4.0“ bereits im Jahr 2011 geprägt wurde, haben bis heute nur wenige Unternehmen die entsprechenden Technologien in ihren Betrieben auch tatsächlich implementiert. Angesichts turbulenter Umstände wie der COVID-19-Pandemie, welche den dringenden Digitalisierungsbedarf aufzeigen und noch weiter beschleunigen, stellt sich die Frage, ob Hersteller nun einen Investitionssprint hinlegen und rasch neue Automatisierungstools anschaffen sollten. Und wenn dem so ist, für welche Tools sollen sie sich entscheiden?

Eine kürzlich veröffentlichte Studie von McKinsey zeigt, dass Unternehmen bei der Digitalisierung in nur acht Wochen einen Sprung vollzogen haben, der sonst fünf Jahre gedauert hätte. Die Kosten und Risiken, die mit Technologien in der Frühphase verbunden sind, waren bis jetzt ausschlaggebend dafür, dass ein Großteil der Hersteller einen marathonähnlichen Ansatz bei der Digitalisierung verfolgte – langsam, aber stetig. Um jedoch während der Pandemie Sicherheit und Effizienz aufrechtzuerhalten, schalten Unternehmen nun plötzlich den Turbo ein und tätigen vermehrt Investitionen in Automatisierungstools, die rasch wirkungsvolle Ergebnisse liefern. Sehen wir uns also an, welche Technologien bis jetzt am einflussreichsten waren

Cloud-Dienste

Im Rahmen unterschiedlicher Lockdown-Pläne konfrontierte uns die Pandemie mit einer Reihe von Einschränkungen. Diese haben insbesondere aufgezeigt, dass wir belastungsfähige Bedingungen für Telearbeit schaffen müssen, und die Notwendigkeit von Investitionen in Cloud-Lösungen unterstrichen. Derzeit ist zwar noch nicht abzusehen, wie lange die Menschen gezwungen sein werden, von zu Hause aus zu arbeiten, doch schon jetzt steht fest, dass die Cloud-Nutzung weiter zunehmen wird.

Unternehmen, die bereits über eine Cloud-Infrastruktur verfügen, insbesondere jene mit einer Multi-Cloud-Infrastruktur, sind am besten für die Auswirkungen der Pandemie gerüstet. Für Betriebe, bei denen das nicht der Fall ist, können Cloud-Dienste die Rettung in der Not darstellen, mit deren Hilfe es ihnen möglich ist, ihre Kunden zu bedienen und ihre Assets zu schützen. Telearbeit hat die Angriffsfläche für Cyberattacken vergrößert, und Mitarbeiter müssen mit ihren Daten noch sorgsamer umgehen. Cloud-Dienste können verschlüsselte Daten schützen, kontinuierlich überwachen und automatisierte Backups erstellen. Doch auch im Rahmen der digital geprägten Erholung nach der Pandemie werden Cloud-Dienste eine zentrale Rolle spielen. Je rascher Unternehmen Cloud-Dienste nutzen, desto besser sind sie für eine ungewisse Zukunft gerüstet.

Digitale Lagerautomatisierung

Die Pandemie hat gezeigt, wie wichtig es ist, auf Nachfragespitzen rasch reagieren zu können und auf mögliche Unterbrechungen oder Störungen der Lieferkette vorbereitet zu sein. Um das zu erreichen, mussten Hersteller ihre Lager optimieren und sicherstellen, dass sie so effizient wie möglich arbeiten. Lager werden nicht nur immer größer, um den Anforderungen des Marktes zu entsprechen, sie werden auch smarter und sicherer.

Beispielsweise gab es einen bedeutenden Anstieg bei der Nutzung Fahrerloser Transportfahrzeuge (FTF). Schon vor der Pandemie zeigte der FTF-Markt ein beachtliches Wachstum von 30 Prozent. Wenig überraschend ist diese nun noch weiter in die Höhe geschnellt. FTF können mit 5G-Netzwerken verbunden werden und sind unumgänglich für die Optimierung von Aufgaben im Lagerbetrieb wie Kommissionierung, Transport und Lagerung von Produkten ohne menschliches Zutun. Vor allem die Lebensmittel- und Getränkebranche wird stark von FTF profitieren, da in diesem Sektor der Bedarf an Kommissionier- und Greifertechnologie eine besonders zentrale Rolle spielt.

Auch automatische Kommissioniersysteme werden zunehmend beliebter. Bis noch vor einem Jahr wurde die Kommissionierung in 90 Prozent aller Lager manuell erledigt. Heute benötigen intelligente Warenlager Systeme wie „Pick-to-light“ (lichtgesteuerte Kommissionierung), sprachgesteuerte Kommissionierung oder mobile kollaborative Roboter. Hybridlösungen wie die lichtgesteuerte Kommissionierung, bei der LEDs und Barcode-Scanner an Regalen und Fächern installiert werden müssen, können für Klein- und Mittelbetriebe optimal sein.

Zu Beginn mag die Vierte Industrielle Revolution eher ein Marathonlauf gewesen sein, an dem Hersteller weltweit in ihrer individuellen Geschwindigkeit mitmachten. Doch um dieses Rennen im Umfeld ständig veränderlicher Märkte gewinnen zu können, sollten Hersteller jetzt den Sprung wagen und die Digitalisierung endgültig vollziehen.

Wir bei EU Automation kennen und verstehen den Druck, der derzeit auf Herstellern und Unternehmensleitern lastet, und wir sind in der Lage, sie bei der Aufrechterhaltung ihrer Produktion zu unterstützen, indem wir innerhalb kürzester Zeit die benötigten Automatisierungsbauteile liefern, um Stillstandszeiten zu vermeiden.

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