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August 18, 2020

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Drei Aspekte, die die gesamte Maschinenbaubranche zum Besseren verändern werden.
Drei Aspekte, die die gesamte Maschinenbaubranche zum Besseren verändern werden.

COVID-19: Drei Veränderungen in der Maschinenbaubranche

Nachdem der Fertigungs- und Maschinenbausektor in schweren Zeiten eine überwältigende Widerstandsfähigkeit an den Tag gelegt hat, handelt es sich dabei um eine Branche, die sich nach der COVID-19-Krise unwiderruflich verändern wird.

Open-Source-Software

Es war ermutigend zu sehen, dass so viele Hersteller unter großen Schwierigkeiten die Bemühungen zur Herstellung von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) einschließlich Gesichtsvisieren, Masken, Beatmungsgeräten, Handgelen und anderen wichtigen medizinischen Hilfsmitteln unterstützen.

Viele dieser Produkte waren das Ergebnis eines kreativen Einfallsreichtums aufseiten der Design-Ingenieure – darunter ein britisches Unternehmen, das aus herkömmlichen Schnorchelmasken Beatmungsgeräte für Corona-Patienten machte. Für einen Großteil der hergestellten Produkte wurden jedoch öffentlich verfügbare Open-Srouce-Designs verwendet, darunter solche, die sich mithilfe von 3D-Druck herstellen lassen.

Open-Source-Software ist nichts Neues, und der Maschinenbau kann bereits jetzt auf eine breite Vielfalt an kostenloser Open-Source-Software zurückblieken, wie z. B. Linux, MySQL, Apache, Eclipse und OPC-UA, die dazu verwendet werden, um viele der grundlegenden Industriesysteme zu erzeugen, die heute verfügbar sind. Wir erwarten jedoch einen wachsenden Trend zu seiner Verwendung im Design-Engineering, wie z. B. für Robotik-Tools, für Motorendesign und -simulation oder für den 3D-Druck von kostengünstigen Präzisionsmikroskopen.

Fernarbeit

Während die Pandemie dazu führte, dass knapp die Hälfte der britischen Erwerbstätigen von zu Hause aus arbeiteten, war dies für Unternehmen im Fertigungs- und Einzelhandelssektor größtenteils unmöglich. In Deutschland arbeiten rund 25 Prozent der Erwerbstätigen aufgrund der Pandemie von zu Hause aus, während es im Vorjahr nur rund 12 Prozent waren. Zudem hat der Bundesminister für Arbeit und Soziales Hubertus Heil einen Gesetzesentwurf vorgelegt, der Mitarbeitern auch nach der Krise einen Rechtsanspruch für die Arbeit von Zuhause aus einräumen soll.

Es ist demnach nicht verwunderlich, dass laut einer Umfrage des Forschungsunternehmens Leesman von den 52.240 Beschäftigten, die in Großbritannien im Fertigungs- und Maschinenbausektor tätig sind, 53 Prozent über keinerlei Erfahrung in der Arbeit von Zuhause aus verfügen. 

Auch wenn es in Fertigungsunternehmen in naher Zukunft nicht mehr Arbeitskräfte geben wird, die von zu Hause aus arbeiten wie Bürokräfte, wird der Einsatz von Fernprozessen und Fernsteuerungssoftware zunehmen. Dies wird sich vor allem bei industriellen Alarmanlagen als nützlich erweisen, die in Notfällen SMS-Warnungen an die zuständigen Mitarbeiter verschicken können. Die Mitarbeiter können diese Warnungen dann zur Kenntnis nehmen, sich aus der Ferne über ein beliebiges Gerät anmelden, sei es ein Smartphone, ein Tablet oder ein Desktop-PC, und das Problem beheben.

Diversifizierte Lieferketten

Chinas Konjunktur ist infolge des COVID-19-Lockdowns im ersten Quartel 2020 um 6,8 Prozent geschrumpft. Dies war der erste Rückgang im Land seit mindestens 1992 und hat sich auf Unternehmen auf der ganzen Welt ausgewirkt, die von chinesischen Zulieferern abhängen.

Als Antwort darauf hat das Weltwirtschaftsforum bekannt gegeben, dass eine wahrscheinliche Folge sein könne, dass internationale Unternehmen in Zukunft ihre Lieferketten diversifizieren würden, statt nur von China abhängig zu sein. Fertigungszentren wie Vietnam, Mexiko und Indien würden aller Wahrscheinlichkeit nach von solch einem Wandel profitieren.

Diese Umstellung auf eine Diversifizierung und Dezentralisierung ihrer Lieferketten misst der Tatsache, dass Hersteller dies tun und dabei auch noch ihre Beziehungen mit Zulieferern von Industriebauteilen wie EU Automation stärken, noch eine viel größere Bedeutung bei. In der Lage zu sein, die richtigen neuen und gebrauchten Bauteile schnell von Lieferanten zu beziehen, könnte sich bei Betriebsstörungen wie der Corona-Pandemie als entscheidend erweisen.

Der Fertigungs- und Maschinenbausektor wird sich infolge der Ereignisse von 2020 unwiderruflich verändern. Durch die Anpassung der richtigen Automatisierungssysteme, Arbeitspraktiken und Lieferantenbeziehungen werden Unternehmen widerstandsfähiger.

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