Optimierung der Cybersicherheit für remote Mitarbeiter

June 20, 2022. 3 mins read
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Im Jahr 2020 hatten viele Unternehmen angesichts der Notwendigkeit, plötzlich auf remote Arbeit umzustellen, nur wenig Zeit, um sich auf den Übergang vorzubereiten.  Hacker nutzten dies als Gelegenheit, um von ungeschützten Netzwerken zu profitieren, und seit dem Beginn der Pandemie haben Cyberattacken stark zugenommen.

Es ist nicht zu leugnen, dass es Vor- und Nachteile der Heimarbeit gibt. Arbeitnehmer können den Verkehr vermeiden und in ihrer bequemen Jogginghose an einer Telefonkonferenz teilnehmen, fühlen sich aber möglicherweise abgelenkt und allein.

Ob Sie es lieben oder hassen, intelligentes Arbeiten hat es Tausenden von Unternehmen ermöglicht, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter zu schützen und gleichzeitig operativ zu bleiben. Leider ist COVID-19 nicht der einzige Virus, den sie fürchten müssen.

Keine Auszeit für Hacker

Wie Sie sich vor Cyberangriffen schützen können

Die Verlagerung zur Telearbeit hat die potenziellen Angriffsflächen für Hacker massiv vergrößert. Dadurch hatten sie mehr Möglichkeiten, das Sicherheitssystem eines Unternehmens zu kompromittieren. Eine von Malwarebytes durchgeführte Umfrage ergab, dass seit Beginn der Pandemie 20 Prozent der befragten Unternehmen Sicherheitsverletzungen erlitten haben.

Ungeschützte Systeme, die von remoten Mitarbeitern genutzt wurden, waren die Ursache dafür. Weitere 24 Prozent von ihnen sehen sich infolgedessen mit unerwarteten Ausgaben konfrontiert.

Die Sicherheitsunternehmen im Vereinten Königreich und in den USA haben Unternehmen davor gewarnt, dass die Arbeit im Homeoffice aus zu einer Zunahme von Malware führt.

Nicht nur kleinere Unternehmen mit unzureichendem Schutz sind das Ziel von Cyber-Hackern. Zum Beispiel haben Angreifer zwischen März und Juli 2020 mit mehr als 40.000 Spam- und Phishing-Versuchen NHS-Mitarbeiter ins Visier genommen.

Trotzdem ergab die Umfrage von Malwarebytes, dass die meisten Befragten ihre Bereitschaft zur Telearbeit überschätzten und die Folgen von ernsthaften Sicherheitslücken unterschätzten.

Fernarbeit und ungeschützte Netzwerke

Sicherheitsmaßnahmen im Homeoffice

In diesem Zusammenhang müssen die Unternehmen die Bereiche ihrer IT-Systeme definieren, die möglicherweise besser geschützt werden müssen. Außerdem müssen sie ihre Mitarbeiter schulen, damit sie vor möglichen Cyber-Bedrohungen gewappnet sind.

So kann beispielsweise die Verwendung von privaten Laptops und Heimcomputern anstelle von Firmengeräten das Risiko von Cyberangriffen erhöhen. Privatcomputer bieten nicht den gleichen Schutz wie Firmencomputer. Unternehmen können nicht wissen, welches Antivirenprogramm ihre Mitarbeiter auf ihren PCs verwenden oder ob sie überhaupt eines verwenden.

Meistens fehlen auf den privaten Geräten auch Dinge wie eine entsprechend angepasste Firewall und automatische Backup-Tools. Diese könnten es den Mitarbeitern ermöglichen, Daten im Falle eines erfolgreichen Cyberangriffs wiederherzustellen. Die Bereitstellung von Laptops für alle Mitarbeiter mag zwar teuer sein, aber es könnte in Zukunft Geld sparen, da wiederholte Angriffe vermieden werden.

Private WLAN-Netzwerke können auch Einstiegspunkte für bösartige Software sein. Im Vergleich zu Unternehmensnetzwerken können die für den privaten Gebrauch eingerichteten Netzwerke schwächere Protokolle verwenden, wie z. B. WEP anstelle von WPA-2. Es kann sinnvoll sein, Ihre Mitarbeiter darin zu schulen, wie sie die Sicherheit ihrer privaten Netzwerke bewerten und verbessern können.

Es ist auch wichtig, Mitarbeiter vor der Nutzung ungesicherter freier WLAN-Netzwerke in öffentlichen Räumen zu warnen. Hacker sind bekannt dafür, den Internetverkehr auszuspionieren, der durch diese Netzwerke fließt. Dies geschieht in der Hoffnung, vertrauliche Daten identifizieren zu können. Wenn sie aufgedeckt werden, kann dies zu einem sehr ernsten finanziellen Schaden und einer Rufschädigung für Unternehmen führen.

Privatsphäre schützen

Vorteile eines virtuellen privaten Netzwerks

Viele Telearbeiter verwenden ein Virtual Private Network (VPN), um ihre Online-Privatsphäre zu schützen. Das ist eine gute Entscheidung, denn VPNs verschlüsseln den Internetverkehr und machen ihn für Dritte, die ihn abfangen könnten, unleserlich.

VPNs sind jedoch nicht risikofrei, und Hacker können es auf sie abgesehen haben, um sich Zugang zu Unternehmensnetzwerken zu verschaffen. Wenn Sie ein VPN verwenden, stellen Sie sicher, dass Sie eine zusätzliche Sicherheitsebene hinzufügen, indem Sie das richtige Protokoll wählen. Sie können z. B. von PPTP zu OpenVPN wechseln, was maximale Privatsphäre garantiert.

Ein weiteres Hilfsmittel zum Schutz Ihrer sensiblen Daten ist natürlich die Verwendung von starken Passwörtern. Das mag offensichtlich klingen, aber es ist unglaublich, wie oft Mitarbeiter leicht zu erratende Passwörter verwenden. Oder dasselbe Passwort für verschiedene Firmenkonten verwenden oder die Funktion „Passwort merken” aktiviert lassen.

Denken Sie daran, dass die meisten erfolgreichen Cyberangriffe mit brutaler Gewalt erfolgen. Hier versuchen Hacker, auf Unternehmensnetzwerke zuzugreifen, indem sie so viele Passwörter wie möglich eingeben. Die Wahl sicherer Passwörter und deren häufiger Wechsel ist die erste Verteidigungslinie.

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