Leitfaden: Die Dos und Don'ts bei der Einführung intelligenter Lieferketten

May 22, 2024. 6 mins read
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Die Einführung intelligenter Lieferketten gibt Ihnen die Möglichkeit, Produktionsumgebungen zu verändern. Dies kann durch die Anwendung des Internets der Dinge (IoT) und die Installation von fortschrittlicher Robotik erreicht werden. Zudem es das auch über die Verwendung von Big Data Analytik in der Lieferkettenverwaltung erfolgen.

Die Nutzung der Echtzeitdaten, die von diesen intelligenten Lieferketten-Technologien bereitgestellt werden, ermöglicht es Unternehmen, schneller und flexibler zu werden. Laut einem Bericht von McKinsey konnten durch die Einführung intelligenter Lieferketten erhebliche Kosteneinsparungen erzielt werden. Dazu gehören bis zu 30 % niedrigere Transport- und Lagerverwaltungskosten, 50-80 % niedrigere Verwaltungskosten und 75 % weniger Lagerdauer [1]. Dies verdeutlicht das Potenzial, das mit einer effektiven Umgestaltung der Lieferkette einhergeht.

Darüber hinaus zeigen die Trends in der Branche eine weit verbreitete Nutzung der intelligenten Lieferketten-Technologien. Laut der Studie 2023 "Digitale Trends bei Lieferketten" (Digital Trends in Supply Chain) von PwC hat eine große Anzahl von Unternehmen die Cloud-Technologie eingeführt. Tatsächlich haben 84 % der Unternehmen das System entweder teilweise oder vollständig eingeführt. Darüber hinaus zeigt die Umfrage, dass 79 % der Unternehmen auch die IoT-Technologie eingeführt haben.

[2] Auch bei den Nachzüglern gewinnt die Technologie an Zugkraft. 86 % sind der Meinung, dass ihr Unternehmen mehr in intelligente Lieferketten-Technologien investieren sollte. Ziel ist es, das mit der Lieferkette verbundene Risiko zu identifizieren, zu überwachen und zu messen.

Die Einführung von KI ist ein weiterer wichtiger Trend beim Aufbau intelligenter Lieferketten. Statista prognostiziert eine rasche Einführung bis 2025. Im Jahr 2022 hielten nur 11 % der Unternehmen KI für einen wichtigen Bestandteil der Lieferketten. Andererseits wird prognostiziert, dass diese Zahlen bis 2025 38 % erreichen werden [3].

Der Markt für künstliche Intelligenz in der verarbeitenden Industrie expandiert rasant. Man geht davon aus, dass er bis zum Jahr 2032 68  Milliarden $ erzielen wird, was seine transformative Wirkung unterstreicht [4].

Angesichts der wachsenden Bedeutung des Aufbaus intelligenter Lieferketten ist die Schaffung der richtigen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Umsetzung entscheidend. Entdecken Sie die wichtigsten Dos und Don´ts in diesem ausführlichen Lieferketten-Leitfaden. Dies wird Ihnen auf Ihrem Weg zu einer effizienten und produktiven Umgestaltung von Lieferketten helfen.

Die "Dos" der Implementierung intelligenter Lieferketten

1. Do - Erstellen Sie einen realistischen Plan

Es ist von entscheidender Bedeutung, einen klaren Plan für die Implementierung von intelligenten Lieferketten-Technologien zu erstellen. Beginnen Sie damit, die Ziele mit Ihren Geschäftszielen abzustimmen, wie z. B. die Verbesserung der End-to-End-Transparenz, der Agilität und der Bestandsverwaltung. Bewerten Sie den gegenwärtigen Zustand der Lieferkette Ihres Unternehmens und notieren Sie sich die Stärken, Schwächen sowie Verbesserungsmöglichkeiten. Ihr Plan wird Sie auch dabei unterstützen, Prioritäten zu setzen und gezielt in Technologien zu investieren, die den Bedürfnissen Ihres Unternehmens gerecht werden.

2. Do - Machen Sie sich die Macht der Daten zunutze, aber stellen Sie sicher, dass dabeiCybersicherheit gegeben bzw. integriert ist

Effektive, intelligente Veränderungen in der Lieferkette sind nur so effektiv wie die Daten, auf denen sie basieren. Wenn Sie über zuverlässige Daten verfügen, können Sie Ihre Abläufe optimieren, Chancen erkennen und den Markttrends voraus sein. Wenn Sie sich die Macht der Daten zunutze machen, können Sie von intuitiven Entscheidungen zu Erkenntnissen gelangen, die aus Echtzeitinformationen gewonnen werden.

Auf der anderen Seite erhöht die zunehmende Digitalisierung das Risiko von Cyberbedrohungen. Dies bedeutet, dass soliden Cybersicherheitsmaßnahmen eine hohe Priorität eingeräumt werden muss. Diese Schritte tragen dazu bei, die digitale Infrastruktur und sensible Daten zu schützen und die Zuverlässigkeit der Lieferkette zu gewährleisten.

3. Do – Effektive Kommunikation, um Ziele zu stärken

Intelligente Lieferketten sind auf Kommunikation und Zusammenarbeit angewiesen, damit sie funktionieren. Um ein Umfeld zu schaffen, das diese Grundsätze fördert, ist es wichtig, innerhalb Ihres Unternehmens verschiedene Bereiche zu identifizieren.

Der Einsatz von kollaborativen Technologien, die eine funktionsübergreifende Zusammenarbeit ermöglichen, kann beim Aufbau intelligenter Lieferketten unterstützend wirken. Darüber hinaus kann die Einrichtung eines offenen Dialogs den Informationsaustausch in Echtzeit fördern. Durch den Austausch von Erkenntnissen und Fachwissen kann die Effizienz im gesamten Lieferkettennetzwerk gesteigert werden. Diese Zusammenarbeit hilft allen Beteiligten, an den gemeinsamen Ziele zu arbeiten.

4. Do – Stellen Sie sicher, dass Ihnen Menschen mit den benötigten Kompetenzen zur Verfügung stehen

Da Menschen ein zentraler Bestandteil der intelligenten Modelle von Lieferketten sind, ist es wichtig, dass sie fortlaufend geschult und ausgebildet werden. Trainingsprogramme sind darauf ausgerichtet, Ihr Team mit den notwendigen digitalen Fähigkeiten auszustatten, um die Herausforderungen und Chancen intelligenter Lieferketten zu meistern. Konzentrieren Sie sich auf Datenanalytik, Automationund Technologien, um sicherzustellen, dass Ihr Team gut vorbereitet ist.

Ein Team, das sich mit digitaler Technologie auskennt, hat viele Vorteile. Es erhöht die Wahrscheinlichkeit eines reibungslosen Übergangs beim Aufbau intelligenter Lieferketten und verbessert die Anpassungsfähigkeit an neue Prozesse und Arbeitsweisen.

Unser Lieferketten-Leitfaden versorgt Sie mit umsetzbaren Schritten und Expertenratschlägen für den Aufbau intelligenter Lieferketten.

Die „Don'ts“ der Implementierung intelligenter Lieferketten

Wir haben in diesem Lieferketten-Leitfaden einige der „Dos“ dargelegt. Hier ist nun eine Liste der „Don'ts“, die Unternehmen Probleme bereiten können. Die gute Nachricht ist, dass Sie diese Hindernisse mit ausreichender Planung und Voraussicht überwinden können.

1) Don't – Bereitschaft von Lieferanten und Partnern außer Acht lassen

Es ist wichtig, sich vor Augen zu führen, dass die verschiedenen Akteure der Lieferkette unterschiedlich gut auf die Digitalisierung vorbereitet sein können. Wenn die technologischen Möglichkeiten nicht aufeinander abgestimmt sind, kann dies den Fortschritt aufhalten. Außerdem dauert es viel länger, Technologien einzuführen, wenn sowohl Lieferanten als auch Kunden zögern, eine neue digitale Plattform zu nutzen.

Tipps zur Förderung der digitalen Bereitschaft:

  • Entwickeln Sie maßgeschneiderte Trainingsprogramme, die auf die spezifischen Bedürfnisse und Fähigkeiten der einzelnen Partner abgestimmt sind.
  • Erstellen Sie einen klaren Onboarding-Prozess, der die Vorteile für beide Parteien hervorhebt. Es muss betont werden, dass die digitale Vorbereitung ein kontinuierliches Engagement erfordert.
  • Bieten Sie Ressourcen wie Lieferketten-Leitfäden, Lernvideos, FAQs und praktische Schulungen an, um den Übergang zu erleichtern und Bedenken aus dem Weg zu räumen.
  • Arbeiten Sie eng mit den Partnern zusammen, um stufenweise Pläne zur Umsetzung zu entwickeln, die auf deren Kapazitäten und Prioritäten abgestimmt sind.

 2) Don't – Die Komplexität der globalen Lieferketten unterschätzen

Globale Lieferketten bringen neue Komplexitäten mit sich, wie z. B. verschiedene Bestimmungen, kulturelle Unterschiede sowie unterschiedliche technologische Entwicklungsstufen.

Wie Sie vermeiden, diese Herausforderungen zu unterschätzen:

  • Entscheiden Sie sich für flexible Technologielösungen, die auf globaler Ebene skaliert werden können, um den Anforderungen verschiedener Regionen gerecht zu werden.
  • Entwickeln Sie eine umfassende Strategie für die Einführung neuer intelligenter Lieferkettentechnologien. Eine, die der Tatsache Rechnung trägt, dass die verschiedenen Regionen einen unterschiedlichen Grad an digitaler Entwicklung aufweisen.
  • Integrieren Sie regionale Experten in das Managementteam der Lieferkette um die Einhaltung von Bestimmungen zu gewährleisten, mit kulturellen Unterschieden umzugehen und Abläufe zu optimieren.

3) Don't - Interoperabilitätsprobleme ignorieren

Damit sich Informationen ungehindert innerhalb der Lieferkette ausgetauscht werden können, müssen die verschiedenen Systeme miteinander verbunden sein. Einige Lieferanten und Partner verwenden möglicherweise unterschiedliche Technologien und Systeme, die nicht unbedingt mit den Ihrigen kompatibel sind. Diese Inkonsistenzen in den Datenformaten können zu Fehlinterpretationen und Fehlern führen.

Maßnahmen zur Verbesserung der Interoperabilität:

  • Machen Sie vor der Aufnahme neuer Partner Kompatibilitätstests zur Pflicht. Erstellen Sie außerdem eine standardisierte Checkliste, um sicherzustellen, dass die Systeme aufeinander abgestimmt sind.
  • Wählen Sie eine skalierbare und vielseitige Middleware-Lösung, die mit mehreren Systemen verbunden werden kann.
  • Setzen Sie sich für Datenstandards innerhalb der Branche ein und fördern Sie die Verwendung allgemein akzeptierter Formate für den Datenaustausch. Dies dient dazu, die Herausforderungen der Integration zu minimieren.
  • Richten Sie Mechanismen zur kontinuierlichen Überwachung der Interoperabilität ein. Aktualisieren Sie zudem regelmäßig Ihre Systeme und Protokolle, um sie an Veränderungen in der Branche sowie an neue Standards anzupassen.

4) Don't – Kosten der Implementierung einer intelligenten Lieferkette nicht im Auge behalten

Die Einführung neuer Technologien, die Schulung von Mitarbeitern und die Aufrüstung von Systemen sind mit hohen Vorlaufkosten verbunden. Die Beschaffung der erforderlichen Mittel ist eine große Herausforderung, insbesondere wenn Ihr Budget für die Einführung von Technologien mit anderen betrieblichen Erfordernissen konkurriert. Es kann auch schwierig sein, wenn der ROI nicht sofort ersichtlich ist.

Schritte zur Budgetierung der Implementierung einer intelligenten Lieferkette:

  • Verfolgen Sie einen schrittweisen Ansatz, indem Sie kritische Bereiche priorisieren, die schnelle Erfolge versprechen und schrittweise Investitionen ermöglichen.
  • Arbeiten Sie mit anderen zusammen, um Ressourcen wie Leitfäden für die Lieferkette, Schulungsprogramme, Technologieplattformen und Fachwissen gemeinsam zu nutzen und so die finanzielle Belastung des Einzelnen zu verringern.
  • Sondieren Sie einschlägige staatliche Zuschüsse, Subventionen oder Steueranreize, um die Vorlaufkosten auszugleichen.
  • Erwägen Sie cloudbasierte Technologien für ein Pay-as-you-go-Modell und die Flexibilität, je nach Ihrem Bedarf auf- oder abzustocken.
  • Implementieren Sie energieeffiziente Technologien und leiten Sie die Kosteneinsparungen in andere Bereiche Ihres Betriebs um.

5) Don't – Cybersicherheit nicht zur Priorität machen

Da Unternehmen zunehmend auf digitale Technologien setzen um die Abläufe in der Lieferkette zu verbessern, wird die Cybersicherheit zu einer zentralen Herausforderung. Dadurch entstehen ernsthafte Risiken für sensible Daten, digitale Werte und die Integrität der gesamten Lieferkette. Zum Schutz vor Risiken der Cybersicherheit müssen Unternehmen Cybersicherheits-Maßnahmen in allen Prozessen ihrer Lieferkette Vorrang geben.

Wege zur Verbesserung der Cybersicherheit in der Lieferkette:

  • Führen Sie gründliche Risikobewertungen durch, um Schwachstellen und Bedrohungen zu identifizieren.
  • Implementieren Sie starke Zugangskontrollen und Verschlüsselungsmechanismen für die Datensicherheit.
  • Bestimmen Sie, was Lieferanten und Anbieter tun müssen, um die Vorschriften zur Cybersicherheit einzuhalten.
  • Setzen Sie Tools zur kontinuierlichen Überwachung und Erkennung von Bedrohungen ein, um Vorfälle zu identifizieren und darauf zu reagieren.
  • Halten Sie SoftwareSysteme und Geräte mit den neuesten Sicherheits-Patches auf dem neuesten Stand.

Fazit - Denken Sie an die Macht der Partnerschaft

Dieser Lieferketten-Leitfaden mit Dos und Don'ts ist wichtig für die Implementierung von intelligenten Lieferketten. Die richtige Mischung aus automatisierten Systemen und menschlichem Engagement ist dabei entscheidend. Automatisierte Systeme sind effizient, aber menschliches Wissen sorgt für durchdachte Entscheidungen und ein Gespür für die Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden.

Es ist daher von größter Bedeutung, die Mitarbeiter in den Adoptionsprozess einzubeziehen. Dies hilft, ihre Bedenken auszuräumen. Außerdem fördert es eine Kultur, in der Automation als wertvolle Ergänzung und nicht als Bedrohung angesehen wird.

Zusätzlich zu diesen bewährten Vorgehensweisen spielen strategische Partnerschaften eine entscheidende Rolle bei der erfolgreichen Implementierung einer intelligenten Lieferkette. Starke Beziehungen zu globalen Lieferanten wie EU Automation, Logistikpartnern und Technologieanbietern können die Verfügbarkeit von Ersatzteilen erheblich verbessern. Dies wiederum kann dazu beitragen, ein vernetztes Ökosystem zu schaffen, in dem Informationen nahtlos und kontinuierlich fließen. Durch den Einsatz fortschrittlicher Technologien, die Förderung der Zusammenarbeit und einen vorausschauenden Ansatz können Unternehmen solide Abläufe einführen, die den Anforderungen der Zukunft gerecht werden.

Quellenangaben:

  1. https://www.mckinsey.com/capabilities/operations/our-insights/supply-chain-40--the-next-generation-digital-supply-chain
  2. https://www.pwc.com/us/en/services/consulting/business-transformation/digital-supply-chain-survey.html
  3. https://www.statista.com/statistics/1346717/ai-function-adoption-rates-business-supply-chains/
  4. https://www.business2community.com/statistics-pages/ai-in-manufacturing

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